Totgesagte leben länger. Metaphysik: Tradition – Kritik – Fortbestehen
Die philosophiehistorische Zentralität des Begriffes der Metaphysik macht eine Auseinandersetzung mit seiner Geschichte wie Kritik für ein Verständnis dessen, was Philosophie in historisch unverkürzter Perspektive bedeutet, unumgänglich. Eine Annäherung an diesen soll durch eine Lektüre mehr oder weniger als kanonisch angesehener Texte erreicht werden.
Das autonome Tutorium unternimmt zunächst die Anstrengung, ausgewählte Motive aus den klassischen Hochzeiten der Metaphysik, an ausgewählten, in der Regel als kanonisch angesehenen, Autoren wie Aristoteles, Thomas von Aquin, Descartes, Spinoza, Leibniz oder Wolff nachzuvollziehen. Daran anschließend soll in einem zweiten Teil der Veranstaltung die, untrennbar mit ihrer eigenen Geschichte verbundene, Geschichte der Kritik der Metaphysik an ausgewählten Textstellen von Autoren wie Kant, Hegel, Nietzsche, Heidegger und Carnap erörtert werden. Ein letzter Block soll abschließend, anhand von Texten marxistischer und materialistischer Provenienz, beleuchten, wie dem Begriff der Metaphysik in diesen Texten begegnet wird und wo eventuell Momente dieses Begriffes in ihnen fortbestehen. Autoren, die hier unterzubringen möglich wären, sind Marx, Engels, Bloch, die Kritische Theorie, Karl Heinz Haag und Hans Heinz Holz.
Das Seminar soll in wöchentlichen 90-minütigen Sitzungen mit der Option auf Blocktermine in den Semesterferien abgehalten werden.
Ab 24.04.2026, 16:00
Tutor*in: Paul Schröder
Kontakt: paulschroeder.phs [at] gmail.com (paulschroeder[dot]phs[at]gmail[dot]com)