Direkt zum Inhalt
Transparent: Kritisches Denken braucht Zeit und Raum

Strukturalismus und Poststrukturalismus in der Geschichtsphilosophie

Bereich

Die Begriffe Strukturalismus und Poststrukturalismus gehören heute zum festen Vokabular akademischer Debatten ebenso wie politisch-aktivistischer Diskurse. Sie werden häufig verwendet, um theoretische Positionen zu markieren, zu kritisieren oder wissenschaftliche und gesellschaftliche Selbstverständnisse in Frage zu stellen. Trotz dieser Omnipräsenz bleibt eine systematische Auseinandersetzung mit ihren begrifflichen Grundlagen, historischen Entstehungskontexten und methodischen Konsequenzen im Geschichts- und Philosophiestudium jedoch oftmals fragmentarisch oder randständig. An dieser Leerstelle setzt das Autonome Tutorium an und zielt darauf ab, zentrale Annahmen und Konzepte strukturalistischer und poststrukturalistischer Theorieansätze ideenhistorisch einzuordnen.

Ausgehend von strukturalistisch orientierten Geschichtskonzepten (u. a. Karl Marx/Historischer Materialismus, Fernand Braudel/Annales-Schule, Hans-Ulrich Wehler/Bielefelder Schule) verfolgt das Autonome Tutorium die theoretischen Verschiebungen hin zu poststrukturalistischen Perspektiven (u. a. Michel Foucault, Jacques Derrida, Jean-François Lyotard). Auf diese Weise soll gemeinsam ein analytisches Instrumentarium erarbeitet werden, das eine kritische Einordnung strukturalistischer und poststrukturalistischer Argumente sowie deren produktive Anwendung auf historische und philosophische Fragestellungen erlaubt.

Das Autonome Tutorium richtet sich ausdrücklich an Einsteiger*innen und Interessierte der Geschichtsphilosophie und erfordert dementsprechend keine Vorkenntnisse.

 

Ab 23.04.2026, 16:00
Tutor*innen: Leonardo Dalessandro & Martha Schmitt
Kontakt: l.dalessandro [at] stud.uni-frankfurt.de (l[dot]dalessandro[at]stud[dot]uni-frankfurt[dot]de) & s7763526 [at] stud.uni-frankfurt.de (s7763526[at]stud[dot]uni-frankfurt[dot]de)