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Transparent: Kritisches Denken braucht Zeit und Raum

Kubas Außenpolitik: Blockade und Souveränität – Eine marxistische und postkoloniale Perspektive

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Die internationalen Beziehungen als wissenschaftliche Disziplin werden meist aus der Perspektive der Großmächte erzählt. Dieses Tutorium soll diese einseitige und eurozentristische Perspektive herausfordern und mit Kuba einen Staat in den Mittelpunkt stellen, der sich seit über sechs Jahrzehnten der US-amerikanischen Hegemonie widersetzt? Dieses Tutorium nimmt die Außenpolitik Kubas seit der Revolution 1959 in den Blick. Wir analysieren, wie Havanna unter extremen Bedingungen - einer jahrzehntelangen Wirtschaftsblockade, dem Zusammenbruch der Sowjetunion und wechselnden internationalen Mächtekonstellationen - eine eigenständige Außenpolitik verfolgt hat.

Im Zentrum stehen nicht nur die konfliktreichen Beziehungen zu den USA, sondern auch Kubas Rolle als Akteur im Globalen Süden, die Unterstützung für antikoloniale Befreiungsbewegungen in Afrika und Lateinamerika, die medizinische Softpower-Diplomatie und sdie Integration in internationale Organisationen wie die Vereinten Nationen. Wir fragen nach den theoretischen Grundlagen dieser Politik und gehen dabei über den gängigen Ansatz des Realismus hinaus und beziehen postkoloniale und marxistische Perspektiven ein.

Das Tutorium versteht sich als kritische Ergänzung zum regulären Lehrangebot. Es ist offen für alle, die Interesse an einer anderen internationalen Beziehungen haben - eine, die den Globalen Süden nicht vergisst. Gemeinsam wollen wir lesen, diskutieren und uns von kubanischen Stimmen und Gästen aus der Praxis bereichern lassen.

Tutor:in: Kurt Terstegen
Zeit: Di 12-14 Uhr ab 22.10.
Ort: SH 4.109
Kontakt: terstegen [at] stud.uni-frankfurt.de (terstegen[at]stud[dot]uni-frankfurt[dot]de)