Faschismus und Kolonialismus
Kolonialismus und Faschismus werden häufig als getrennte historische Phänomene betrachtet. Während Kolonialismus oft als abgeschlossen gilt, bestehen seine Herrschaftsverhältnisse im Neokolonialismus bis heute fort. Gleichzeitig wird Faschismus meist auf den Nationalsozialismus reduziert, obwohl zwischen kolonialer und faschistischer Herrschaft enge historische und strukturelle Verbindungen bestehen.
Das Seminar untersucht diese Zusammenhänge aus einer historisch-materialistischen Perspektive auf Rassismus, Imperialismus und Überausbeutung. Anhand ausgewählter Texte von Frantz Fanon, Kwame Nkrumah, Walter Rodney und W. I. Lenin werden koloniale Kontinuitäten im Faschismus, die Entwicklung des Neokolonialismus sowie nationale Befreiungsbewegungen im globalen Süden behandelt.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche kolonialen Wurzeln und Kontinuitäten weist der Faschismus auf? In welchem Verhältnis stehen Kolonialismus und Faschismus zueinander? Auch betrachtet das Seminar afrikanische Kämpfe um Souveränität. Was bedeutet Souveränität im Neokolonialismus? Welche Stellung zu nationalen Befreiungskämpfen folgt aus der Analyse?
Tutor:in: Lidia Ghirmai
Zeit & Ort noch unbekannt
Kontakt: s3219831 [at] stud.uni-frankfurt.de (s3219831[at]stud[dot]uni-frankfurt[dot]de)