Die Leugnung des Todes. Terror Management Theory & Philosophy
Terror-Management-Theorie ist ein Gedankenkomplex, der das Selbstbewusstsein des Menschen als zentralen Ankerpunkt gegen die Angst vor der Mortalität des menschlichen Tieres stellt. Es wird versucht, die Fragen nach dem Wozu von Selbstbewusstsein zu beantworten. Verschiedene Arten des kulturellen Glaubens, die biologische Realitäten übertönen, werden erforscht.
“The idea of death, the fear of it, haunts the human animal like nothing else; it is a mainspring of human activity designed largely to avoid the fatality of death, to overcome it by denying in some way that it is the final destiny for man.“ Ernest Becker. The Denial of Death. 1973
Ist die Angst vor dem Tod die verantwortliche Kraft für Religion, Nation & Reproduktion? Wie können wir unseren Zugang zu den Illusionen festigen, die kreative Projektion ermöglicht? Bei meiner Lektüre von Becker stellten sich mir auch Fragen des Feminismus, da das Leitmotiv des Heldentums von Fetischen geprägt ist. Wo bleibt Raum für die Frau im Kastrationskomplex? Ist eine solche Theorie wirklich universell, wenn die halbe Bevökerung als Objekt der heroischen Selbstexpansion fungiert?
Im Tutorium werden wir uns mit Auszügen folgender Autoren beschäftigen: Kierkegaard, Freud, Adler und Rank, während wir zwei Bücher von Becker und Solomon et al. komplett lesen. Die genaue Leseliste werden wir im Tutorium zusammen erarbeiten; ich bin für jegliche Vorschläge dankbar.
Ab 21.04.2026, 14:15 Uhr
Tutor*in: Sebastian Meinl
Kontakt: s.meinl [at] stud.uni-frankfurt.de (s[dot]meinl[at]stud[dot]uni-frankfurt[dot]de)