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Transparent: Kritisches Denken braucht Zeit und Raum

Politische Bewegungen und Ideologien in Nordafrika und Westasien – Geschichte und Aktualität

Bereich

Die Regionen Nordafrika und Westasien erscheinen in öffentlichen Debatten meist als Räume von Krieg, Autoritarismus und geopolitischer Rivalität. Weniger sichtbar sind jedoch jene politischen Bewegungen, die diese Gesellschaften seit dem späten 19. Jahrhundert geprägt und immer wieder zu verändern versucht haben. Dabei geht es nicht nur um historische Prozesse: Viele dieser Strömungen wirken bis heute nach und prägen politische Debatten, soziale Dynamiken und gesellschaftliche Vorstellungen von Macht, Widerstand und Identität. 

Im autonomen Tutorium werden zentrale politische Strömungen historisch wie gegenwartsbezogen behandelt. Im Fokus stehen kommunistische, nationalistische und islamistische Bewegungen: ihre Entstehungskontexte, ihre politischen Strategien, ihre gesellschaftlichen Transformationsansprüche sowie ihre inneren Widersprüche. Dabei wird ein Bogen von der Kolonialzeit über postkoloniale Staatsprojekte bis zum „Arabischen Frühling“ und zu aktuellen Entwicklungen in Ägypten, Syrien, Irak und Libanon gespannt.

Gearbeitet wird mit wissenschaftlichen Texten (überwiegend in englischer Sprache); ergänzend werden Zeitdokumente, Filme und andere Medien einbezogen. Das Tutorium setzt keine Vorkenntnisse voraus und bietet Raum für gemeinsame Lektüre und Diskussion. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich aktiv einzubringen.

 

Tutor:in: Ousama Sheikh Mohammed
Zeit: Freitag 17.04.2026 - 14.08.2026; 16:00 - 18:00
Ort: PEG 1.G 092