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Transparent: Kritisches Denken braucht Zeit und Raum

Kostenfreie Menstruationsartikel: Aus einer Kampagne wird Infrastruktur

22.03.2026

Kostenfreie Menstruationsartikel auf dem Campus sind keine Nebensache, sondern eine Frage von Teilhabe, Gleichstellung und sozialer Absicherung im Studienalltag. Seit mehreren Jahren setzt sich der AStA gemeinsam mit Fachschaften und Unterstützer*innen dafür ein, dass Periodenprodukte an der Goethe-Universität endlich selbstverständlich verfügbar werden. Aus der studentischen Kampagne „Periode ohne Preis“, die 2023 mit einer Petition gestartet ist, ist inzwischen ein kontinuierlicher Kampf um konkrete Infrastruktur geworden. 

Der bisherige Stand zeigt allerdings auch, wie langsam selbst naheliegende Verbesserungen an der Universität umgesetzt werden. Auf einer Hochschule mit über 50.000 Studierenden und Beschäftigten gibt es aktuell lediglich elf Spender auf vier Campi. Ein vom AStA-Referat für Feminismus mitentwickelter QSL-Antrag zur Ausweitung der Versorgung wurde größtenteils abgelehnt; zusätzliche Spender wurden dabei nicht finanziert. Gleichzeitig wurde mit Verweis auf den Grundbedarf argumentiert, dass Menstruationsartikelspender eigentlich Aufgabe der Universität selbst seien. 

Dass studentischer Druck trotzdem Wirkung entfalten kann, zeigt die aktuelle Entwicklung: Im März 2026 hat der Kanzler der Goethe-Universität zugesagt, zusätzliche Menstruationsartikelspender einzurichten. Für das IG-Farben-Haus wurden vier neue Standorte vereinbart, weitere Installationen auf anderen Campi sollen folgen. Klar ist aber auch: Von einer flächendeckenden Versorgung sind wir noch entfernt. 

Wir haben die bisherigen Schritte, Hintergründe und aktuellen Standorte der Spender auf einer dauerhaften Infoseite dokumentiert. Dort findet ihr auch die politische Einordnung der Kampagne und den Überblick über die bisherige Versorgung auf den verschiedenen Campi. 

Mehr Infos findet ihr hier