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Informationen zum WohngeldPlus

13.09.2023

Durch eine Reform des Wohngeld nahm 2023 die Höhe der Förderung und die Anzahl der Berechtigten stark zu. Mehr Infos zum Wohngeld und ob auch ihr einen Mietkostenzuschuss vom Staat erhalten könnt, erfahrt ihr hier.

Allgemeine Informationen
Wohngeld ist ein staatliches wohnungspolitisches Instrument, welches der Subjektförderung zuzurechnen ist und im Rahmen der sozialen Wohnraumförderung einen Zuschuss zur Wohnungsmiete leistet.
Durch die Wohngeld-Plus-Reform nahm 2023 nicht nur die Höhe der Förderung zu, sondern auch bedeutend mehr Personen sind nun wohngeldberechtigt.
Studierende sind allerdings nur unter bestimmten Bedingungen anspruchsberechtigt

Studierende sind berechtigt wenn...
 

  • BAföG nur als Darlehen bezogen wird
  • Dem Grunde nach kein Anspruch auf BAföG besteht (
    • bspw. auf Grund von Überschreitung der Förderungshöchstdauer, zu spätem Fachrichtungswechsel oder aus nicht wichtigen Gründen. Ablehnung BAföG auf Grund zu hohem Einkommen (selbst, Eltern, etc.) berechtigt nicht für das Wohngeld)
  • Anspruch auf BAföG besteht und mit Kindern und/oder anderen Familienmitgliedern/Partner*in zusammenwohnend

Wohngeld beantragen
Ist man wohngeldberechtigt kann man mit Hilfe des Wohngeldrechner des Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) überprüfen, ob man mit seinem Einkommen Anspruch auf Wohngeld hat und in welcher Höhe sich dieser voraussichtlich bewegt. 
Der Antrag auf Wohngeld muss direkt bei der Wohngeldbehörde der Gemeinde-, Stadt- oder Kreisverwaltung gestellt werden. In Frankfurt ist hierfür das Amt für Wohnungswesen zuständig. Auf der entsprechenden Website gibt es dann auch weitere Hinweise zum Antrag und den benötigten Unterlagen.

Kritik am Wohngeld-Plus
Die gesteigerte Unterstützung von Mieter*innen mit niedrigem Einkommen, welche durch die WohnGeld-Plus-Reform erreicht wurde, ist zu begrüßen. Doch leider hat das Wohngeld als Subjektförderung nur zeitlich begrenzte- und ungenügende Sozialeffekte. Es ist vor allem in angespannten Wohnungsmärkten wie Frankfurt eine indirekte Förderung profitorientierter Wohnungsunternehmen. Hilfreicher ist ein stärkerer Fokus auf Objektförderung, bei der bspw. über Sozialwohnungen langfristig bezahlbaren Wohnraum zur Verfügung gestellt wird und die Umstrukturierung gewinnorientierter kommunaler Wohnungsbaugesellschaften wie der ABG, sodass diese ihrem ursprünglichen Zweck, der Versorgung der Bevölkerung mit bezahlbarem Wohnraum, gerecht werden.