Fahrradblog: Wie alles begann

Liebe Leute,

 

diesen Blockeintrag nutzen wir, um Euch von den Anfängen der Fahrradwerkstatt und den steinigen Etappen bis hierhin zu erzählen. Begonnen hat die Geschichte 2016, als der ADFC und die Uni die Eröffnung einer studentisch geführten Fahrradwerkstatt anvisierten. Das Immobilienmanagement der Uni hat daraufhin den AStA angefragt, ob er solch ein Projekt gemeinsam mit ihr und dem ADFC realisieren möchte. Der AStA war sehr an der Zusammenarbeit interessiert, weil er 2012 schon einmal die Eröffnung einer Fahrradwerkstatt erwogen hatte – ohne den dafür notwendigen Support von anderen Seiten jedoch erfolglos.

Zwischen 2016 und 2018 trafen sich dann die Uni, der ADFC und der AStA immer wieder, um sich bezüglich des Aufbaus einer Fahrradwerkstatt zu beraten. Daraus resultierte die folgende Aufgabenteilung: Die Uni stellt den Container und die gesamte Infrastruktur bereit, der ADFC ist in beratender Funktion tätig und hilft tatkräftig bei der Einrichtung der Werkstatt mit und der AStA kümmert sich um die Finanzierung, den Betrieb und die Führung der Fahrradwerkstatt. Um die Prozesse zu vereinfachen, gründeten der AStA und der ADFC gemeinsam am 2. Februar 2017 den unabhängigen Verein „Gemeinnützige AStA-Fahrradwerkstatt e.V.“, der bis heute die Geschicke der Fahrradwerkstatt leitet. Zudem richtete uns der AStA ein Budget im Haushalt der verfassten Studierendenschaft ein, sodass wir auf Geldquellen zurückgreifen konnten.

Zwei große Hürden mussten wir bis zur Eröffnung noch aus dem Weg räumen: Einerseits mussten wir einen geeigneten Standort für den Container finden, was aufgrund der zahlreichen Bauvorhaben der Uni mehr als ein halbes Jahr lang gedauert hat. Erst der vierte anvisierte Platz war dann tatsächlich realisierbar und für alle Parteien zufriedenstellend. Heute stehen wir zentral auf dem Campus gegenüber des Seminarhauses, bis wir irgendwann in das neue Studierendenhaus auf dem Campus Westend (noch in Planung) einziehen können. Andererseits mussten wir die Erstfinanzierung klären. Beim Abrechnungssystem des AStAs muss aus Sicherheitsgründen in Vorkasse getreten werden, erst danach kann der AStA unter Vorlage der Originalquittung die Kosten rückerstatten. Bei einem damaligen Kontostand von 0€ konnten wir allerdings nicht im Voraus zahlen bzw. in Geschäften unsere Einrichtung kaufen. Ohne Geld, das wir ausgaben, konnten wir kein Geld vom AStA bekommen - wir hingen also in der Luft. Da ein Kredit von Seiten des AStAs auch nicht ging, mussten wir uns schließlich mit einem Privatdarlehen in Höhe von 1200€ weiterhelfen. Mit diesem Geld konnten wir nach und nach unsere Einrichtung erwerben, unser mittlerweile eingestelltes Personal bezahlen und endlich unser Budget beim AStA abrufen. Klingt kompliziert, ist es auch.

Durch die Verzögerung konnten wir erst im Frühling 2019 eine Eröffnung anvisieren. Wir befürchteten am Anfang, dass mehr Studierende und Angestellte der Goethe-Uni in die Werkstatt wollten, als wir bedienen konnten. Deshalb führten wir am 24. Mai 2019 einen Softstart durch, bei dem wir ohne Vorankündigung oder Werbung erste Erfahrungswerte sammeln wollten. Da wir von unserer Kundschaft positive Resonanz erhielten und uns eingrooven konnten, gelang es uns schließlich am 25. Juni 2019, die Fahrradwerkstatt offiziell zu eröffnen. Zur Eröffnungsfeier erschienen Vertreter*innen der Presse, der Uni, des ADFC und des AStAs. Seitdem ist die Fahrradwerkstatt ein fester Bestandteil des Campus-Lebens.

Unser Regelbetrieb wurde 2020 allerdings wie so vieles durch die Corona-Pandemie unterbrochen, sodass wir ab März 2020 für einige Monate schließen mussten. Nach der Ausarbeitung eines Hygienekonzepts mit dem Krisenstab der Uni konnten wir aber am 7. Juli desselben Jahres wiedereröffnen und für den Sommerbetrieb den Vorhof unseres Containers nutzen. Das Hygienekonzept passten wir gemeinsam mit dem unieigenen Krisenstab zur kalten Jahreszeit an, sodass wir seit dem 1. Dezember 2020 bis voraussichtlich Ende Februar 2021 im Container einen sicheren Indoor-Winterbetrieb gewährleisten können. Für die Zeit danach hoffen wir natürlich, dass wir bald wieder zum Normalzustand zurückkehren können und nicht wieder eine Zeit lang schließen müssen…

Das war also die Geschichte unserer Anfangszeit bis heute. Wenn Ihr Fragen dazu habt oder uns generell Feedback geben wollt, schreibt uns gerne unter fahrradwerkstatt [at] asta-frankfurt [dot] de oder kommt einfach mit Eurem Bike vorbei. Wir haben weiterhin geöffnet. Eine Vorab-Registrierung ist gerade Pflicht, hier findet Ihr die Termine: https://asta-frankfurt.de/angebote/fahrradwerkstatt/asta-fahrradwerkstatt

 

Wir wünschen Euch alle ein frohes und gesundes neues Jahr!


 

Eure AStA-Fahrradwerkstatt

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