Bike-Sharing oder doch ein eigenes Rad?

Die Sharing-Debatte ist ja in den letzten Monaten und, wie wir finden, auch Jahren wieder etwas aus der Mode gekommen. Schade eigentlich, denn es könnten doch noch viel mehr Dinge geteilt und damit Ressourcen eingespart werden. Immerhin gibt es hier und da schon ganz vernünftige Sharing-Systeme. Angefangen bei Carsharing, Teilplattformen, worüber Werkzeuge und Geräte verliehen werden, oder das wunderbare Teilen eines Lastenrades über Main-Lastenrad. Doch die Grenzen von verleihen zu vermieten sind fließend. Idealerweise werden beim Verleihen, wenn überhaupt, Unkosten gedeckt. Beim klassischen Vermieten steht ein klares unternehmerisches Gewinnhandeln hinter der Aktion. Inwiefern sich vermieten und verleihen auf das Fahrrad übertragen lässt, zeigt sich gerade an verschiedenen Konzepten. Relativ einfach können sich Goethe-Studies ein CallBike mieten, was auch regelmäßig genutzt wird und auch kollektiv über den Semesterbeitrag gedeckt ist. E-Roller gibt es, aus Sicht der Umwelt, zum Glück (noch) nicht kollektiv gefördert, denn bei einer Lebensdauer von einem Monat ist klar, dass das nicht in unserem Interesse stehen kann. Ein weiteres Modell wird sein ein paar Jahren in europäischen Städten von einem holländischen Anbieter gefahren: Räder pro Monat vermieten. Dazu gibt es eine Art „All-Inclusive-Service“. Ist das Rad platt, wird ein neues gebracht. Ebenso mit dem Licht. Klingt verlockend, ist auf Dauer aber auch recht teuer und führt definitiv zum endgültigen Verlust der in Kindesjahren erlernten Bastel- und Reparaturfähigkeiten. Somit lohnt sich diese Modell in unseren Augen nur für Kurzaufenthalte von einer Woche bis 3 Monaten. Danach rechnet es sich bereits, ein eigene Rad zu haben. Und sollte es zu einer Panne kommen, öffnet hoffentlich bald wieder die AStA-Werkstatt. Somit bleibt es beim Thema Bike-Sharing wohl noch überwiegend beim WG-Rad, bis sich eine neue Idee auftut. 

 

Eure AStA-Fahrradwerkstatt 

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