Soforthilfe für Studierende schnell und einheitlich umsetzen!

Datum der Veröffentlichung:Dienstag 14.4.2020

Der AStA der Goethe-Universität ist Teil des Bündnisses „Soforthilfe für Studierende“, welches 3000 € Soforthilfe für alle Studierenden fordert, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Notlagen geraten sind.[1]

 

Die Petition „Soforthilfe für Studierende JETZT“ hat die angestrebten 50.000 Unterschriften überschritten. Tausende Studierende fordern eine unkomplizierte staatliche Unterstützung in Form eines Nothilfefonds, um den aktuellen Einbruch der eigenen Studienfinanzierung aufzufangen.

 

„Viel zu spät wurde von politischer Seite darauf reagiert, dass viele Studierende aktuell vor der Frage stehen, wie sie jetzt ihr Leben finanzieren sollen. Wir brauchen schnellstmöglich sofort umsetzbare Lösungsangebote. Die bislang vorgesehenen Änderungen beim BAföG, sowie den Erhalt von Hartz IV in Notfällen, reichen bei weitem nicht aus. Eine große Masse der Studierenden steht weiterhin vor der Frage, wie sie ihre Lebenshaltungskosten bezahlen soll“, erklärt Jonathan Maaß, AStA-Referent für Hochschulpolitik.

 

Zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Wenn von diesen auch nur die Hälfte gerade ihren Nebenjob verloren hat, betrifft die Studienfinanzierungsfrage knapp 800.000 Studierende.[2] 18.000 Kommentare der Petition "Soforthilfe für Studierende JETZT!" belegen die Dringlichkeit der Situation. So zeigt sich, dass Studierende durch die unsichere Situation bezüglich ihres Studienverlaufs im Sommersemester sowie der finanziellen Bedrohung durch die Pandemiekrise doppelt belastet sind.

 

AStA-Vorsitzende Kyra Beninga unterstreicht: "Wir begrüßen es, dass die ersten Bundesländer über die Studierendenwerke eigene Hilfsfonds aufgelegt haben. Diese sind aber wie am Beispiel Berlin zu sehen, schnell erschöpft. Es ist daher erfreulich, dass Frau Karliczek derweil die Notwendigkeit einer unbürokratischen Soforthilfe verstanden hat. Zinslose Darlehen sind in letzter Konsequenz allerdings immer noch Darlehen und bergen somit in besonderem Maße die Gefahr der Verschuldung. Eine Soforthilfe für Studierende muss deshalb als Zuschuss gestattet werden, der nicht zurückgezahlt werden muss."

 

Dazu ergänzt Jonathan Maaß: "Die Diskussion zur Ausgestaltung der Soforthilfen darf sich nicht zu einem gegenseitigen Zuschieben der Verantwortung zwischen Bund und Ländern entwickeln. Wir brauchen eine einheitliche Lösung für alle Bundesländer. Der Bund hat die Zuständigkeit für die Studienfinanzierung, das BMBF ist in der Pflicht, eine schnell umsetzbare Lösung vorzulegen. Studierende dürften nicht schlechter gestellt werden als andere gesellschaftliche Gruppen. Gerade für Studierende, die es grundlegend schon am schwersten hatten, Studium und Arbeit miteinander zu vereinbaren, ist diese Situation besonders nachteilig und unfair."

 

Die Abgeordneten des Bundestags im Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung wurden am Freitag, dem 10.04., zur Stellungnahme aufgefordert, welche online abgerufen werden können.[3]

 

 

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