PM: Forderungen des AStA an zukünftige Parteien der Römerkoalition

Datum der Veröffentlichung:Freitag 7.5.2021

Der AStA der Goethe Universität fordert die Parteien der künftigen Römerkoalition dazu auf, sich den Interessen und Nöten der Frankfurter Studierendenschaft endlich anzunehmen. Die Studierenden der Frankfurter Hochschulen machen rund ein Zehntel der Stadtbevölkerung aus, aber dies scheint nur selten in der Stadtpolitik Berücksichtigung zu finden.  Es reicht nicht länger, sich mit dem Titel der „Universitätsstadt“ zu schmücken. In Anbetracht der bevorstehenden Koalitionsverhandlungen müssen folgende Punkte berücksichtigt werden:

 

Verkehr:

„Das Frankfurter Semesterticket ist mit 432€ pro Jahr deutlich teurer als das Semesterticket anderer Hochschulstandorte in Hessen. Wir fordern daher eine Angleichung des Preises des Semestertickets an das hessenweite Jobticket in Höhe von 365€. So wie es die Parteien der zukünftigen Römer-Koalition bereits fordern“, sagt AStA-Vorstand Sebastian Heidrich.

 

Wohnen:    

Der allseits bekannte Mangel an bezahlbarem Wohnraum trifft auch die Studierenden hart. Für gerade einmal 4,5 Prozent der Studierenden im Stadtgebiet gibt es einen Wohnheimplatz von Seiten des Studentenwerks Frankfurt. „Daher fordert der AStA der Goethe-Universität die zukünftige Stadtregierung zum Bau von 3000 studentischen Wohneinheiten innerhalb der nächsten fünf Jahre auf. Deren Miete darf den im Bafög festgelegten Höchstsatz von 325 Euro nicht übersteigen. Zur Erreichung dieses Ziels bedarf es der strukturellen Flächenversorgung gemeinwohlorientierter Bauträger“, erklärt Tim Hoppe, Wohnraumreferent des AStA.

  

Kommunale Stiftungsprofessur Kritische Theorie:

Vor mittlerweile über 70 Jahren wurde das Institut für Sozialforschung wiedererrichtet. „Weltweit wird die Goethe-Universität noch heute vor allem mit der Frankfurter Schule assoziiert. Auf dem I.G.-Farben-Campus erinnern in erster Linie Denkmäler sowie Namen von Straßen und Plätzen an diese Tradition. Dies muss sich ändern“, so AStA-Vorsitzende Kyra Beninga. Eine von der Stadt geförderte Stiftungsprofessur für kritische Theorie würde dieses Erbe mit Leben füllen und die Bedeutung des Wissenschaftsstandorts Frankfurt hervorheben.

 

Vom Studierendenhaus zum Offenen Haus der Kulturen:

Wenige Jahre nach der Wiedererrichtung des Instituts für Sozialforschung wurde das Studierendenhaus auf dem Campus Bockenheim in Betrieb genommen. In seiner Rede zur Eröffnung des Hauses machte Max Horkheimer die Hoffnung geltend, dass dort der Geist der realen und tätigen Demokratie praktiziert werden solle. „Diesem Zweck soll das Haus auch nach dem ausstehenden Umzug der Studierendenschaft auf den I.G.-Farben-Campus in Form eines soziokulturellen Zentrums dienen. Daher soll das Haus nach dem Umzug in den Besitz des Vereins Offenes Haus der Kulturen übergehen“, sagt AStA-Vorsitzender Sebastian Heidrich.

 

Ökologie:

Moritz Schmitthenner, Referent für Ökologie: „Wir fordern eine sozial-ökologische Verkehrspolitik, die nicht im Gestern verweilt. Damit einhergehen sollte auch eine schneller vorangetriebene Renaturierung der Stadt. Hierin liegt ein großes Potential für die zeitnah zu erreichende Klimaneutralität!“ Die Umgestaltung Frankfurts zur klimaneutralen Stadt sollte im engen Austausch und in Abstimmung mit den relevanten Wissenschaftsbereichen der Goethe-Universität sowie mit dem sich im Aufbau befindenden Green Office umgesetzt werden. Die sozial-ökologische Transformation Frankfurts hin zu einem klimagerechten und solidarischen Ort muss endlich gestartet werden!

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