PM: Bio-Campus zurück in Studierendenhand!

Datum der Veröffentlichung:Freitag 6.8.2021

 

Der AStA der Goethe Universität fordert das Land Hessen und die Stadt Frankfurt erneut dazu auf, sich der Bekämpfung der studentischen Wohnungsnot gezielt anzunehmen. Ein bloßes Schmücken mit dem Titel „Universitätsstadt“ reicht nicht aus. Den Studienbedingungen, allen voran der Frage bezahlbaren Wohnens, wurde in den letzten Jahren zu wenig Beachtung geschenkt.  

 

„Zwar sieht der Koalitionsvertrag der neuen Stadtregierung für zukünftige Erschließungsgebiete begrüßenswerte Quoten für studentisches Wohnen vor, allerdings fehlt es in Anbetracht der angespannten Lage an kurz- und mittelfristigen Lösungen“, so Tim Hoppe, Wohnraumreferent des AStA.

 

Das Land Hessen steht dabei ebenfalls unter Zugzwang, sein 2018 gegebenes Versprechen einzulösen, für zehn Prozent der Studierenden einen Wohnheimplatz des Studierendenwerks zur Verfügung zu stellen. Zur Erreichung dieser Zielmarke muss allein das Frankfurter Studierendenwerk in den nächsten Jahren rund 3000 weitere Wohnheimplätze schaffen, auch um Wohnheimplatzverluste in teilweise nur angemieteten Objekten zu kompensieren.

Deshalb fordert der AStA die schnellstmögliche Realisierung von 500 Wohnheimplätzen auf den Flächen der ehemaligen biologischen und chemischen Institute an der Siesmayerstraße. Die Lage befindlich zwischen IG-Farben-Campus, dem zukünftigen Kultur-Campus-Bockenheim und in großem Abstand zu weiterer Wohnbebauung eignet sich in mehrfacher Hinsicht ideal für eine Realisierung studentischen Wohnens.

„Tatsächlich wurden die Flächen bereits mehrfach für eine Erschließung mit studentischem Wohnen in Aussicht gestellt, nur passiert ist bislang wenig. Es ist für uns absolut nicht nachvollziehbar, dass Stadt und Land, denen je ein Teil der entsprechenden Flächen gehört, über dessen Nutzung keine Einigung erzielen können. Zehn Jahre Leerstand sind genug!“ so Niklas Lehrke, Wohnraumreferent des AStA.

 

Von den „großen Anstrengungen“ die die hessische Landesregierung laut Wissenschaftsministerin Angela Dorn beim Thema studentisches Wohnen zeigt, ist in Frankfurt kaum etwas zu sehen. Das Versprechen des hessischen Koalitionsvertrages, dem Studierendenwerk für den Bau von Wohnheimen „geeignete Flächen des Landes zur Verfügung zu stellen“, gilt es mit Blick auf die biologischen und chemischen Institute zu erfüllen.

 

„Die Wohnungsnot unter Frankfurts Studierenden macht es unbedingt erforderlich, dieses Projekt endlich anzuschieben. Die Wartelisten des Studierendenwerks für einen Wohnheimplatz sind voll und es gibt keinen Anlass zur Hoffnung, dass sich daran ohne ambitionierten Neubau an Wohnheimen etwas ändern wird“, sagen Tim Hoppe und Niklas Lehrke.


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