PM: AStA fordert Verbesserungen für Prüfungsphase

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 25.2.2021

Die Studienbedingungen haben sich in den digitalen Semestern der Corona-Pandemie erheblich verschlechtert. Während der aktuellen Prüfungsphase verschärfen sich die Probleme weiter.

„Die Studierenden sind verzweifelt, wir bekommen so viele Nachrichten wie nie“, erklärt Luise Brunner, Referentin für Studienbedingungen. „Das Präsidium hat zwar Regelungen für die Durchführung von Klausuren aufgestellt, darunter befinden sich allerdings viele Empfehlungen, welche den Dozierenden einen Entscheidungsspielraum zusprechen. Den Berichten und der Verzweiflung der Studierenden nach zu urteilen, entscheiden sich viele Dozierende gegen die Empfehlungen. Von der geforderten Rücksichtnahme auf die besondere Situation ist nichts zu spüren“, ergänzt Paula Hirsch.

„Unsere Forderungen nach rücksichtsvollen und verantwortungsbewussten Prüfungsformaten hat das Präsidium in vielen Punkten geteilt. Nun ist es seine Aufgabe, diese Beschlüsse auch klar und deutlich an die Verantwortlichen zu kommunizieren“, fordert Luise Brunner. Paula Hirsch weiter: „Das Präsidium muss aktiv für die Situation der Studierenden eintreten und nicht nur darauf hoffen, dass einzelne Lehrpersonen intuitiv die richtigen Entscheidungen treffen.“

„Konkret fordern wir die Möglichkeit für alle Studierenden Präsenzklausuren durch digitale Leistungsnachweise ersetzen zu können. Zudem fordern wir mehr Kulanz bei Prüfungen – immerhin sind die Bedingungen, in denen die Leistungsnachweise momentan erfolgen müssen, sowohl in Präsenz als auch digital erschwert.“ so Luise Brunner. Paula Hirsch ergänzt die Forderung: „Bessere Prüfungsbedingungen und mehr Kulanz fordern wir auch für staatliche Prüfungen. Die Freischussregelung zum Beispiel gilt noch nicht für Staatsexamina in Medizin“

Der AStA der Goethe Universität schließt sich dem Positionspapier „Prüfungen trotz Pandemie? Nur solidarisch und verantwortungsbewusst“ des freien zusammenschlusses von student*innenschaften (fzs) sowie der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) an.1

1 Das Positionspapier ist unter folgendem Link abrufbar: https://www.fzs.de/2021/02/17/digitale-pruefungen/

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