PM: AStA fordert Schutz vor Rechtsterroristen

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 21.7.2021

Vor einigen Tagen wurde durch eine Veröffentlichung von Aktivist*innen bekannt, dass Franco Albrecht derzeit eingeschriebener Student der Rechtswissenschaft an der Goethe Universität ist. Der AStA Uni Frankfurt fordert präventive Schutzvorkehrungen für Studierende gegen Rechtsterroristen an der Universität und eine Stellungnahme der Universitätstleitung.

 

Franco Albrecht ist bereits in der Vergangenheit durch eine völkische Masterarbeit aufgefallen. Außerdem befindet er sich derzeit auf freiem Fuß, obwohl er weitere Waffen versteckt hält und konkrete Anschlags- und Umsturzpläne hat(te). Seit Mai diesen Jahres muss er sich vor dem Frankfurter Oberlandesgericht verantworten. "Wir schätzen den rechten Bundeswehrsoldaten Albrecht als gefährlich ein. Er stellt eine Gefahr für seine Mitstudierenden dar!", äußert Kyra Beninga aus dem Vorstandskollektiv des AStA. Beninga weiter: "Daher fordern wir Schutzmaßnahmen, welche die Sicherheit aller Universitätsangehörigen gewährleisten und eine umfassende Strategie, wie mit bewaffneten Rechtsterroristen an der Universität umzugehen ist!". Im AStA stößt die Tatsache, dass die engagierte Aktivist*innen auf den Umstand hinweisen müssen, neben wem, in diesem Falle Jura-Studierende potentiell in der Vorlesung sitzen,  auf Unverständnis. Weswegen wurde bisher an der Universität nicht darüber gesprochen, dass ein extrem rechter Soldat mit konkreten Terroranschlagsplänen eingschrieben ist?

 

Auch unter Jurastudierenden sorgt das Bekanntwerden für Verunsicherung. Die Rechtswissenschaftstudentin Bella Launer sagt dazu: „Ab Oktober geht die Präsenzlehre an der Uni wieder los. Dann stellt sich die Frage, wie man mit der Tatsache umgehen soll, dass ein Kommilitone ein gewaltbereiter Rechtsradikaler ist, der zudem eine militärische Ausbildung genossen und Zugang zu Waffen hat. Da werden sich viele Studierende sicher zweimal überlegen, was sie im Seminar sagen und was lieber nicht.“ 

Auch im Fachbereich fehlt jeglicher adäquater Umgang mit dem Thema. Dass es keine studentischen Rückzugsräume für Jura-Studierende gibt, in die ein Rückzug möglich ist, problematisieren Studierende schon seit geraumer Zeit. Auch eine fehlende Ansprechperson und Konzepte für Lehrpersonal wie mit einer solchen Gefahrensituation umzugehen ist wird von den angehenden Jurist*innen bemängelt. Dazu Bella Launer: "Wir fühlen uns an der Universität alleine gelassen. Müssen wir erst auf den nächsten rechtsterroristischen Anschlag warten, bis die Unileitung Maßnahmen ergreift?" Der AStA unterstützt die Forderungen der Jura-Studierenden und weißt darauf hin, dass im Oktober die Präsenzlehre planmäßig wieder aufgenommen wird. "Sollte Franco Albrecht bis dahin nicht zu einer Haftstrafe verurteilt werden, so müssen bis dahin Konzepte vorliegen, wie mit seiner Gefahr und Menschenverachtung umzugehen ist", teilt Kyra Beninga mit.

 

 

Für Rückfragen steht Ihnen AStA-Vorsitzende Kyra Beninga unter der Mailadresse beninga@asta- frankfurt.de zur Verfügung.

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