Der NSU war nicht zu dritt.

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 12.7.2018

Das Studierendenparlament der Goethe-Universität Frankfurt am Main hat am 12.07.2018 die folgende Resolution beschlossen:

Das Studierendenparlament der Goethe Universität stellt mit bestürzen fest, dass die  Schuldsprüche in den Verfahren um den NSU in München sowohl hinter den  Forderungen der Bundesstaatsanwaltschaft sowie der Nebenklage bleibt, als auch die  These eines NSU-„Trios“ stützt. In der inhaltlichen Argumentation schließt sich das  Studierendenparlament NSU Watch an: https://www.nsu-watch.info/2018/07/nsu-watch-dieses-urteil-ist-ein-schla...

Durch dieses tendenziöse Verhalten des Gerichts bleiben die Strukturen des NSU  Komplexes weitgehend unaufgedeckt. Das Gericht repräsentiert durch seine Urteile  eine staatliche Auffassung, dass der NSU ausschließlich zu dritt agiert hat.  Insbesondere die Verstrickungen staatlicher Strukturen in die faschistischen Morde,  allen voran der Verfassungsschutz, bleiben unbenannt und unbestraft. Es ist zu  befürchten, dass sich faschistische Gruppierungen innerhalb der Gesellschaft wie in  staatlichen Organen durch die Urteilssprüche bestärkt sehen, Gewalt auszuüben.

Das Studierendenparlament spricht sich vor diesem Hintergrund explizit für einen  lebendigen Antifaschismus aus. Die Studierendenschaft, sowie sämtliche Angehörige der  Goethe Universität, werden dazu aufgefordert aktiv gegen faschistoide Strömungen  und Gedankengut an der Hochschule vorzugehen, sowie mit antifaschistischem  Engagement in die breite Gesellschaft hineinzuwirken.

Soziale Netzwerke