Neuer AStA-Vorstand gewählt

Datum der Veröffentlichung:Samstag 26.5.2018

Am frühen Morgen des 25.05.2018 hat das Studierendenparlament (StuPa) der Universität Frankfurt einen neuen AStA-Vorstand gewählt. Die Koalition aus Demokratische Linke Liste (DL), Linke Liste (LiLi), Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule (FDH), Die Flexiblen, Juso Hochschulgruppe und Niederrad Jetzt bestätigte einen neuen AStA-Vorstand und kündigen Kehrtwende in der Hochschulpolitik an.

„Die offene Infragestellung des jüdischen Staates Israel am historisch äußerst belasteten IG-Farben-Campus und der Uni Frankfurt – Alma Mater und Arbeitgeberin des Auschwitz-Arztes Josef Mengele – verdeutlicht, dass gerade in der aktuellen politischen Gemengelage insbesondere der Bildungsauftrag gegen Antisemitismus der verfassten Student*innenschaft für die Institution Universität und die Statusgruppe der Student*innen elementar für aktuelle Diskurse ist", sagt Johannes Fechner (AStA-Vorstand für die Linke Liste). „Wir setzen uns für einen Ausbau der Erinnerungskultur am IG-Farben Campus ein und unterstützen die Organisation von Veranstaltungen gegen Antisemitismus", ergänzt seine Stellvertreterin Lexi Knodt (Linke Liste). Gemeinsam planen sie die Wiedereinführung der jahrelang vom Institut für Vergleichende Irrelevanz veranstalteten Gegen-Uni, sowie eine verstärkte Unterstützung autonomer Gruppen und selbstverwalteter Räume an der Universität.

„Die auch in der Öffentlichkeit stark diskutierten Fälle von sexualisierten Übergriffen am Campus stehen leider bloß exemplarisch für entsprechende Vorfälle im universitären Betrieb und zeigen wie relevant es ist Sexismus am Campus, wie auch dessen institutionalisierte Form zu bekämpfen", sagt Kyra Beninga (AStA-Vorsitzende für die Juso-Hochschulgruppe). Sie und ihr Stellvertreter Axel Nieslony (Juso-Hochschulgruppe) üben Kritik an den Antidiskriminierungsstrukturen der Universität und betonen die Notwendigkeit struktureller Veränderungen im universitätsinternen Umgang mit derartigen Vorfällen. "Die Schaffung unabhängiger Beratungs- und Dokumentationsstellen ist dafür unabdingbar", stellt Kyra Beninga heraus.

Bengican Gülegen (AStA-Vorsitzender für Niederrad Jetzt) und sein Stellvertreter Juri Ghofrani Azar (Niederrad Jetzt) setzen sich entschieden für geregelte Arbeitsverhältnisse im Praktischen Jahr, bessere Studienbedingungen und mehr studentische Freiräume am Campus Niederrad ein. „Unter dem ständigen Streben nach Spitzenforschung und Drittmittelförderungen verliert die Universität den Blick für die Grundpfeiler der universitären Einrichtung. Den Studierenden am Universitätsklinikum fehlt es dadurch erheblich an Zeit und Raum.“, so Bengican Gülegen. „Um diesen Entwicklungen entgegenzuwirken, dürfen wir uns nicht nur auf den Campus Niederrad beschränken, sondern müssen uns für eine progressive Politik an der gesamten Uni und darüber hinaus einsetzen.“

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