AStA fordert kostenlose Nutzung der Bahn für Studierende

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 29.8.2019

AStA fordert kostenlose Nutzung der Bahn für Studierende

 

Nachdem in den letzten Tagen bekannt gegeben wurde, dass Bedienstete der Bundeswehr ab dem 1. Januar 2020 kostenlos mit den Zügen der deutschen Bahn fahren dürfen, fordert der AStA der Goethe Universität Frankfurt, dass Studierende staatlicher Universitäten ebenfalls in den Genuss der kostenlosen Nutzung des Fern- und Regionalverkehrs kommen.

 

"Es freut uns sehr, dass es verkehrspolitisch gewollt ist, dass einzelne Personengruppen kostenlos mit der Bahn fahren können. Deswegen fordern wir als AStA, dass dieser Personenkreis um Studierende staatlicher Universitäten erweitert wird. Denn gerade Studierende verfügen oftmals nur über ein sehr geringes Einkommen, weshalb eine finanzielle Entlastung in besonderem Maße gerechtfertigt wäre" erklärt AStA-Verkehrsreferent Sebastian Heidrich. "Gerade in Frankfurt belastet der hohe RMV-Semesterticketpreis von 426,28 € jährlich Studierende finanziell sehr stark", so Heidrich. Der RMV-Semesterticketpreis ist für Frankfurter Studierende fast doppelt so hoch wie an anderen Universitäten, so zahlen Studierende in z.B. Gießen, Marburg und Fulda lediglich 246,78 € jährlich für die Nutzung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.

 

AStA Vorsitzende Kyra Beninga fügt hinzu: "Zusätzlich wird die Situation auf dem Wohnungsmarkt für Studierende fortwährend prekärer. Die Versorgungsquote für öffentlich geförderte Wohnheimplätze liegt in Frankfurt mit sieben Prozent noch unter dem niedrigen Bundesdurchschnitt von zehn Prozent, die Wartelisten für einen der begehrten Plätze sind enorm lang. Viele Studierende müssen auf überteuerte Mikroapartments privater Investoren ausweichen, zu Massenbesichtigungen mit 50 Mitbewerber*innen oder Staffelmieten hinnehmen. Sie müssen hier im Schnitt 480 Euro, also knapp 500 Euro monatlich für ein WG-Zimmer ausgeben. Viele Studierende können deshalb nicht in ihren Vorlesungen sitzen. Sie müssen mehrere Nebenjobs ausüben, um für ihre Miete und die teuren Lebenserhaltungskosten in Frankfurt aufkommen zu können. Aus diesem Grund wäre die kostenlose Nutzung des Fern- und Regionalverkehres gerade für Studierende in Metropolen sehr wichtig."

 

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