Gemeinsam gegen Sozialabbau: AStA der Goethe-Universität ruft zur DGB-Demonstration auf
Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Goethe-Universität Frankfurt ruft Studierende und Hochschulbeschäftigte zur Teilnahme am bundesweiten DGB-Aktionstag gegen Sozialabbau am Samstag, den 26. September 2026, auf. Die Frankfurter Demonstration beginnt um 11 Uhr am Willy-Brandt-Platz und führt zum Opernplatz.
Für den AStA gehören die Auseinandersetzungen um Sozialstaat und Arbeitsbedingungen und der Sparkurs an den Hochschulen zusammen. Studierende sind auf bezahlbaren Wohnraum, soziale Absicherung, sichere und bezahlbare Gesundheitsversorgung und eine funktionierende öffentliche Infrastruktur angewiesen. Die meisten arbeiten bereits während ihres Studiums, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren. Der Abbau sozialer Sicherung und von Arbeitnehmer*innenrechten trifft sie deshalb schon heute und spätestens mit dem Eintritt ins Berufsleben.
Gleichzeitig erleben Studierende und Beschäftigte an der Goethe-Universität bereits die Folgen knapper werdender öffentlicher Finanzierung. Im Zuge des Hessischen Hochschulpakts 2026–2031 muss die Universität ihre Ausgaben deutlich reduzieren. Stellen und Studienplätze geraten unter Druck, während Fachbereiche vor der Aufgabe stehen, ihre Strukturen an dauerhaft geringere finanzielle Spielräume anzupassen.
„Die Kürzungen an unseren Hochschulen und der Abbau sozialer Rechte folgen derselben Logik: Gespart wird bei denen, die auf öffentliche Infrastruktur, soziale Absicherung und ihre eigene Arbeitskraft angewiesen sind. Wir akzeptieren nicht, dass Studierende gegen Beschäftigte oder soziale Sicherheit gegen Bildung ausgespielt werden. Wer Hochschulen kaputtspart und zugleich Arbeiter*innenrechte und Sozialstaat angreift, muss mit gemeinsamem Widerstand rechnen“, erklärt Safin Rahi vom AStA Vorstandskollektiv.
Für Studierende geht es dabei auch um die Zukunft der Hochschule selbst. Wenn Stellen und Studienplätze wegfallen und Fachbereiche unter immer größeren finanziellen Druck geraten, verschlechtern sich Lern- und Arbeitsbedingungen gemeinsam. Zugleich wächst der Druck auf Wissenschaft, sich an wirtschaftlicher Verwertbarkeit und der Einwerbung von Drittmitteln auszurichten. Wir befürchten, dass dabei insbesondere Fächer und Forschungsfragen unter Druck geraten, die sich nicht über wirtschaftliche Verwertbarkeit und Drittmittel legitimieren können.
Unsere Lernbedingungen sind ihre Arbeitsbedingungen! Deshalb erklärt sich der AStA solidarisch mit den Beschäftigten der Goethe-Universität und den Gewerkschaften in ihrem Kampf für gute Arbeit und soziale Sicherheit. Der Protest gegen Kürzungen darf nicht an den Toren der Universität enden, genauso wenig kann der Kampf gegen den Abbau sozialer Rechte die Hochschulen ausklammern.
Der AStA ruft deshalb alle Studierenden und Beschäftigten der Goethe-Universität auf, sich am 26. September an der Demonstration zu beteiligen: Gemeinsam gegen Sozialabbau und Kürzungspolitik!
Bundesweiter DGB-Aktionstag „Hart verdient! Deine Arbeit. Deine Gesundheit. Deine Rente.“
Samstag, 26. September 2026
11:00 Uhr | Willy-Brandt-Platz/Gallusanlage, Frankfurt am Main