Tipps zur Wohnungssuche

1. Wohnungssuche

2. Projekt „ Wohnen für Hilfe“

3. Mietrecht

4. Mietvertrag

5. WG

6. Miete

7. Kündigung

8. Wohnsitz

 

1. Wohnungssuche

Zu Beginn des Studiums stellt sich gerade für Erstsemester das Problem eine passende Wohnung zu finden. Das ist in der deutschen Großstadt Frankfurt am Main besonders mühsam, denn die Wohnraumversorgung ist schlecht, das Angebot für Studierende sehr gering und die Mieten sind meist unerschwinglich.

 

Internet

Für Wohnungssuchende oder Anbieter_innen ist das Internet eine große Kontaktbörse. Hier ein paar Internetadressen :

wohnraum-gesucht.de (unterstützt vom AStA)
wg-gesucht.de
immobilienscout24.de
studis-online.de
easywg.de
das-inserat.de
easywg.de
zwischenmiete.de
studenten-wg.de
wg-cast.de
ebay-kleinanzeigen.de
medici-living.de

 

Zeitung

Mittwochs und samstags stehen in der Frankfurter Rundschau Wohnungsanzeigen, diese können auch über das Internet eingesehen werden unter www.frankfurter-rundschau.de. Auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gibt es freitags Wohnungsanzeigen.

 

Aushänge an der Universität

Ratsam ist es auch an den „Schwarzen Brettern“ der Uni nachzusehen, dort gibt es häufig auch WG Angebote. Im Beratungszentrum des Studentenwerks im Campus Westend, Hörsaalzentrum EG befinden sich außerdem Schaukästen, in denen das Studentenwerk Angebote von Privatzimmern oder -wohnungen ausgehängt.

Wenn du Interesse an einer Wohnung oder WG hast, solltest du dich direkt mit der/ dem Vermieter_in in Verbindung setzen. Falls du selbst eine Wohnung vermieten möchtest oder jemanden für die Zwischenmiete suchst, kannst du das Angebot dem Studentenwerk mitteilen.

Tel. : 069/79823050
Email : wohnen [at] stfw [dot] uni-frankfurt [dot] de

 

Studierendenwohnheime

Als Student besteht die Möglichkeit in ein Wohnheim zu ziehen, diese bieten bezahlbaren Wohnraum und man kann dort in Einzelzimmern und Wohngemeinschaften leben.

 

Wohnheimplatzvergabe durch das Studentenwerk

Voraussetzungen für die Aufnahme sind: ein Studium an der Johann Wolfgang Goethe – Universität, der Fachhochschule Frankfurt, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Hochschule für Gestaltung in Offenbach, Fachhochschule Wiesbaden oder deine Teilnahme am Studienkolleg für ausländische Studierende eine vollständig ausgefüllte Bewerbung und ein tabellarischer Lebenslauf jedoch werden grundsätzlich Bewerber nicht berücksichtigt, die: über 30 Jahre alt sind die Regelstudienzeit überschritten haben oder die um fünfzehnten oder höheren Semester studieren die neben ihrem Studium überwiegend berufstätig sind die gleichzeitig Assistent, Referendar, Volontär oder dergleichen sind die bereits ein Studium an einer in- oder ausländischen Hochschule abgeschlossen haben.

Wichtig ist, dass ein Wohnheimplatz des Studentenwerks oder eines anderen Wohnheimträgers nur einmal angeboten wird. Wird dieser Platz nicht angenommen oder kann wegen falscher bzw. geänderter Anschrift nicht zugestellt werden, ist die Bewerbung erledigt, auch bei unrichtigen oder fehlenden Bewerbungsangaben.

Adresse:

Studentenwerk, Wohnheim – Abteilung Sozialzentrum, Raum 319 , 320
Bockenheimer Landstr. 133 60325 Frankfurt am Main

Wohnheime die das Studentenwerk verwaltet

 

Wohnen mit Handicap

Du solltest frühzeitig mit der Wohnungssuche beginnen, denn es könnte problematisch werden, eine Wohnung zu finden die deiner Behinderung gerecht wird. Solltest du in ein Studierendenwohnheim ziehen wollen, wirst du von den meisten Wohnheimverwaltungen bevorzugt berücksichtigt. Bei einer Wohnungssuche auf dem freien Wohnungsmarkt kann eine Anfrage beim örtlichen Wohnungsamt oder bei dem Behindertenbeauftragten der Stadtverwaltung hilfreich sein. Du solltest auch die Unterstützung des Sozialamtes wahrnehmen, denn es gehört auch zu dessen Aufgaben dir Hilfe bei Wohnungsbeschaffung und – erhalt zu leisten. Sollten bei gefunden Wohnungen Umbaumaßnahmen notwendig sein, könntest du unter bestimmten Voraussetzungen Sozialhilfe bekommen.

 

2. Projekt „ Wohnen für Hilfe“

Dieses Projekt richtet sich an sozial engagierte Studierende, die sich vorstellen können bei einem älteren Menschen zu wohnen. Die Miete wird nicht mit Geld beglichen, sondern mit fest vereinbarten Hilfeleistungen. Für einen Quadratmeter des zur Verfügung gestellten Wohnraums müsste eine Stunde Hilfe im Monat geleistet werden, zuzüglich einer finanziellen Pauschale für die anteiligen Nebenkosten ( Heizung, Wasser, Strom etc. ). Die Vermittlung solcher Wohnpartnerschaften erfolgt über das Bürgerinstitut. Ansprechpartner:

Henning Knapheide
Oberlindau 20
60323 Frankfurt am Main

Tel. : 069/9720174 ; Email : knapheide [at] buergerinstitut [dot] de

 

3. Mietrecht

Im Bereich des Mietrechts kommt es häufig zu Problemen, deshalb ist es wichtig, dass du deine Rechte kennst. Als Mieter_in kann es schonmal vorkommen, dass aus den verschiedensten Gründen, eine Partei auf schriftliche Korrespondenz besteht bzw. nur auf solche reagiert. In diesem Fall muss sich die andere Partei an diese Kommunikationsform halten. Bei konkreten Problem solltest du aber nicht auf juristische Hilfe verzichten. In Kooperation mit dem Mietrechtsverein MIETER HELFEN MIETERN bietet der AStA eine kostenlose Mietrechtsberatung für alle Studierenden an.

 

4. Mietvertrag

Mietverträge werden normalerweise schriftlich abgeschlossen, aber auch mündliche Vereinbarungen können als Mietvertrag zählen. Wenn ein schriftlicher oder mündlicher Vertrag zustande gekommen ist gilt in aller Regel die 3 monatige Kündigungsfrist. Bei einem vorzeitigem Auszug oder bei einem Rücktritt vom Vertrag vor dem Einzug muss mit der Einhaltung dieser Frist gerechnet werden. Außerdem sollte man darauf achten, ob man einen einjährigen Kündigungsverzicht unterschreibt.

 

5. WG

Da bei Wohngemeinschaften mehrere Personen betroffen sind können gerade dort viele Probleme entstehen. Zunächst ist von Bedeutung, wer den Mietvertrag unterschreibt. Es kann nur ein WG Mitglied als Hauptmieter unterschreiben oder alle WG Mitglieder. Wenn nur eine Person unterschreibt, haftet diese gegenüber dem/ der Vermieter_in mit der vollen Miete und ist für diese auch sonst der/ die einzige Ansprechpartner_in. Die weiteren WG Mitglieder sind dann aus Sicht der/ des Vermieter_in Untermieter_innen. Das heißt, dass die/ der Hauptmieter_in von der/ dem Vermieter_in die Erlaubnis zur Untervermietung haben muss. Die/ der Hauptmieter_in ist ohne gesetzlichen Grund nicht berechtigt anderen WG Mitgliedern zu kündigen oder die gesamte WG betreffende Entscheidungen alleine zu fällen. Haben alle WG Bewohner gleichberechtigt unterschrieben, sind sie auch nur gemeinsam geschäftsführungsberechtigt, das bedeutet, dass Kündigungen oder Mieterhöhungen nur an alle ( oder von allen ) ausgesprochen werden können. Wichtig ist es die Aufteilung der Miete und Nebenkosten, die Durchführung von Bezahlung, Reparaturen, sowie die Pflichten beim Wechsel eines WG Mitglieds von vornherein zu klären, damit späterer Streit vermieden werden kann.

 

6. Miete

Normalerweise setzt sich diese aus der Kaltmiete und den Betriebskosten zusammen. Dem lokalen Mietspiegel kann die Höhe der ortsüblichen Vergleichsmiete entnommen werden und wenn der Vermieter/ die Vermieterin bei einer unzulässigen Mietpreisüberhöhung nicht entgegen kommt, kann das Amt für Wohnungswesen eingeschaltet werden : Tel. : 069/ 31234742

 

Kaution

Der/ die Vermieter_in kann von ihren Mietern zur Sicherheit eine Kaution verlangen. Diese darf drei Monatsmieten nicht überschreiten und Nebenkosten werden dabei nicht berücksichtigt. Die Kaution muss nicht sofort bezahlt werden, sonder kann auch in drei monatlichen Raten gestellt werden. Die erste ist zu Beginn des Mietverhältnisses fällig und wenn du ausgezogen bist und dem/ der Vermieter_in nichts mehr schuldest bekommst du deine Kaution wieder.

 

Mieterhöhung

Die Grundmiete wird bei Abschluss des Mietvertrags festgelegt, dennoch kann diese erhöht werden. Diese Änderung bedarf jedoch deiner Zustimmung, jedoch kann die Mieterhöhung auch rechtens sein und du musst zustimmen oder kündigen.

Falls du nach der Erhöhung kündigen möchtest, steht dir ein Sonderkündigungsrecht mit zweimonatiger Frist zu. Die Mieterhöhung ist rechtens, wenn die verlangte Miete nicht die ortsüblichen Vergleichsmieten übersteigt die Jahresfrist eingehalten wird die Kappungsgrenze gewahrt ist, die Miete darf gegenüber der Miete vor 3 Jahren nicht um mehr als 20 % steigen.

Wenn du die Mieterhöhungserklärung erhältst hast du erstmal bis zum Ende des übernächsten Monats Zeit, um zu überlegen, ob du zustimmst.

 

Wohnungsmängel

Dein_e Vermieter_in ist dazu verpflichtet dir die Wohnung ordnungsgemäß und mangelfrei zu übergeben und dieser Zustand sollte während der gesamten Mietzeit gewahrt werden. Ist dies nicht der Fall, bist du berechtigt, die Miete zu mindern. Fehler an der Wohnung können sein : Feuchtigkeitsschäden, ungenügende oder keine Heizung, undichte Fenster oder ein undichtes Dach. Ob dein_e Vermieter_ in für die Mängel verantwortlich ist, ist unerheblich – solange du die Mängel nicht verursacht hast. Du bist erst ab dem Zeitpunkt berechtigt die Miete zu mindern, wenn du den Mangel deiner Vermieter_in mitgeteilt hast.

 

Untervermietung

Zur Untervermietung wird die Einwilligung des Vermieters benötigt, sollte jedoch nach Abschluss des Mietvertrages ein berechtigtes Interesse bestehen, hast du den Anspruch auf Erlaubnis deines/ deiner Vermieter_in. Dieses berechtigte Interesse besteht, wenn einleuchtende persönliche oder wirtschaftliche Gründe bestehen. Die Untervermietung darf abgelehnt werden, wenn die vorgeschlagene Person unzumutbar ist, der Wohnraum überbelegt ist oder der Vermieter_in aus anderen Gründen die Untervermietung nicht zugemutet werden kann.

 

Mietaufhebungsvertrag

Ein Mietverhältnis wird in aller Regel durch eine ordentliche und wirksame Kündigung beendet. Aber bei einem Entgegenkommen der Vermieterseite besteht die Möglichkeit einen Mietaufhebungsvertrag zu vereinbaren. Dieser erscheint sinnvoll, wenn du dich auf Wohnungssuche begibst und es absehbar ist, dass die Kündigungsfrist bzw. die Vertragslaufzeit dazu führen wird, dass du für die alte Wohnung weiter zahlen musst, also zwei Mieten stemmen musst. Es sollte ein vereinbartes Mietende gesetzt werden, dass ein Auszugstermin festgelegt wird, zu dem du spätestens eine neue Wohnung finden kannst.

 

7. Kündigung

Das Mietverhältnis kann von beiden Seiten gekündigt werden. Nur der/ die Vermieter_in muss zusätzlich einen gesetzlichen Kündigungsgrund angeben. Die Kündigung muss schriftlich erfolgen und bei mehreren Personen muss die Kündigung von allen an alle ausgesprochen werden. Bei einer Mietzeit von weniger als 5 Jahren gilt eine dreimonatige Kündigungsfrist, bei einer Mietzeit bis zu 8 Jahren gilt eine Kündigungsfrist von 6 Monaten und bei einer Mietzeit die länger als 8 Jahre ist besteht eine Kündigungsfrist von 9 Monaten. Kündigungsgründe deiner / deines Vermieter_in können Eigenbedarf, Verletzung deiner Vertragspflichten oder Hinderung an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks sein.

 

Fristlose Kündigung

Falls du mit deiner Miete 2 Monate im Rückstand bist, ist dein/e Vermieter_in berechtigt dir fristlos zu kündigen. Die Räumung kann abgewendet werden, wenn du die Miete innerhalb eines Monats nachzahlst. Jedoch musst du die bis dahin entstandenen Anwalts- und Gerichtskosten zahlen. Die Abwendung der Räumungsklage kann nicht greifen, wenn du hiervon ( Zahlung nach wirksamer Kündigung) innerhalb der letzten 2 Jahre schon einmal Gebrauch gemacht hast. Selbstverständlich sind fristlose Kündigungen unwirksam, wenn diese auf unwahre Behauptungen gestützt sind, dennoch solltest du dir immer rechtzeitig fachkundige Hilfe einholen.

 

Nachmieter bzw. vorzeitige Vertragsbeendigung

Steht in deinem Mietvertrag eine Nachmieter_innenklausel, kannst du einen/ eine Nachmieter_in suchen, die die Vermieter_in nur ablehnen darf, wenn dafür keine wichtigen Gründe in der Person oder in deren wirtschaftlichen Verhältnisse vorliegen. Falls der Mietvertrag keine Klausel bezüglich der Nachmieter_in enthält, muss der/ die Vermieter_in auch bei Vermittlung von Nachmieter_innen keine vorzeitige Vertragsauflösung akzeptieren. Es kann aber eine Ausnahme bei einem Fall von besonderer Härte geltend gemacht werden, wie zum Beispiel der Umzug auf Grund eines Arbeitsplatz- oder kurzfristigen Studienortwechsels, eine schwere Krankheit oder eine Schwangerschaft.

 

8. Wohnsitz

Wenn du umgezogen bist musst du das dem Einwohnermeldeamt des Ortes mitteilen, vorher solltest du dich entscheiden, ob du deine neue Wohnung als Hauptwohnsitz oder Nebenwohnsitz anmeldest. Generell ist dein Hauptwohnsitz dort, wo du dich quantitativ am meisten aufhälst. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn die Kommunen erhalten für jede Person mit Hauptwohnsitz einen bestimmten Betrag aus dem Steueraufkommen, deshalb bieten sogar einige Städte Studierenden ein Begrüßungsgeld von 100 Euro an, wenn diese ihren Hauptwohnsitz in die Stadt verlegen. Weiterhin bist du in deinem Hauptwohnsitz wahlberechtigt, aber egal ob du deinen Erstwohnsitz nach Frankfurt verlegst oder nicht, solltest du im Studierendensekretariat immer deine aktuelle Studienadresse angeben.

 

Umzug

Falls du bei deinem Umzug ein Auto benötigst gibt es dafür jede Menge Unternehmen. Auch kannst du im KFZ- Referat, das sich auf dem Bockenheimer Campus befindet, Umzugskartons bekommen. Du solltest bei deinem Auszug nicht vergessen das Telefon umzumelden und die Zählstände für Strom, Gas und Wasser ablesen zu lassen.

 

Soziale Netzwerke