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Untergangster des Abendlandes - Buchvorstellung und Diskussion

Donnerstag 18.1.2018

Vorstellung Untergangster des Abendlandes. Das Buch über die rechtsextremen Identitären und ihr Verhältnis zum völkischen Verbindungsmilieu.
Vortrag, Buchvorstellung und Diskussion mit den Herausgeber*innen

Die rechtsextremen „Identitären“ gehören ohne Zweifel zu den wichtigsten Akteur*innen des außerparlamentarischen Rechtsextremismus in Österreich. Ihr „Erfolgsrezept“ liegt einerseits darin begründet, sich nach außen hin vom Nationalsozialismus abzugrenzen und so behördlicher Repression nach dem „Verbotsgesetz“ aus dem Weg zu gehen und andererseits gesellschaftlich anschlussfähige Konzepte eines modernisierten völkischen Nationalismus zu propagieren. Dabei bedienen sie sich eines Straßenaktivismus, der geschickt mit Social-Media-Tools inszeniert und verbreitet wird.

Bisherige Auseinandersetzungen mit diesem relativ jungen Phänomen übernahmen nicht selten unkritisch Selbstbezeichnungen der „Identitären“ als „weder links noch rechts“ oder „Neue Rechte“ und ließen dahinter stehende ideologische Denkmuster meist zu kurz kommen.
Der vorliegende Sammelband nimmt daher eine kritische Analyse dieser Selbstinszenierungen vor, indem die hinter dem „identitären“ Denken stehenden Vordenker und Ideologeme wie (Neo-)Rassismus, Antisemitismus und Nationalismus analytisch durchdrungen und mit anderen Formen des Rechtsextremismus in Verbindung gesetzt werden. Ergänzend werden bislang vernachlässigte Themen wie subkulturelle Bezüge der „Identitären“, propagierte Geschlechterbilder, Rhetoriken der Angst sowie ihr Verhältnis zu Islamismus und eurasischer Ideologie ins Zentrum der Analyse gerückt.

Dabei wird auch der Frage nachgegangen, wie sich der rechtsextreme Charakter der „Identitären“ begründen lässt und inwiefern von einer modernisierten Form des Rechtsextremismus gesprochen werden kann. Insbesondere wird hierbei auf die ideologischen und personellen Überschneidungen zum völkischen Verbindungsmilieu in Österreich eingegangen.

Mehr Infos zum Buch: http://www.marta-press.de/cms/verlagsprogramm-sachbuch/judithgoetzjosepmariasedlacekalexanderwinkler-untergangsterdesabendlandes

AUTORITÄR, ELITÄR, REAKTIONÄR -
NEUAUFLAGE VERBINDUNGSKRITIK READER DES AStA Universität Frankfurt

Fast jede*r in einer Universitätsstadt hat sie schon einmal gesehen, auch wenn sie nicht überall in Deutschland gleichermaßen das Stadtbild prägen: Korporationsstudenten und Burschenschafter, häufig mit bunten Bändern und albernen Hüten geschmückt. Das auf Brauchtum und Tradition bauende Verbindungswesen erscheint häufig erstmal einfach schrullig. Jedoch: Ein genauerer Blick darauf lohnt sich und zeigt, dass es sich hierbei um eine kritikwürdige Sache handelt.

Der neu aufgelegte und erweiterte Reader „Autoritär, Elitär, Reaktionär“ des AStA Universität Frankfurt widmet sich der Kritik von studentischen Verbindungen. Neben systematischen Kritiken von wesentlichen Elementen des Verbindungswesens wie Frauenfeindlichkeit, Homophobie und Elitarismus, finden sich in dem Reader aktuelle Beiträge, die sich insbesondere mit dem Zusammenhang von Studentenverbindungen und der neuesten Ausformung der extremen Rechten, der sogenannten »neuen Rechten« befassen.

Anlässlich der Neuerscheinung des Readers „Autoritär, Elitär, Reaktionär“ lädt der AStA daher zu zwei Veranstaltungen mit Autor*innen des Readers zum Thema „Studentenverbindungen, Burschenschaften und ‚Neue Rechte‘“.

Am 18.01.2018 wird Alexander Winkler das neu erschienene Buch "Untergangster des Abendlandes. Ideologie und Rezeption der rechtsextremen. Identitären‘" präsentieren, mit einem Fokus auf die Verstrickungen der Identitären Bewegung mit dem deutsch-völkischen Verbindungswesen.

Am 06.02.2018 wird die Neuauflage des Readers zur Verbindungskritik „Autoritär, Elitär, Reaktionär“ präsentiert. Anschließend an eine Umschau der Beiträge und Inhalte des Readers, werden die Autor*innen Sonja Brasch und Leopold Lubbe zum Thema Verbindungswesen und aktueller Rechtstrend vortragen.

Layout: Gegenfeuer · Büro für Gestaltung

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