alt-text teaser-image

„And I didn’t end up dead because I’m a survivor.“ – Ein Blick auf die Langzeitwirkungen der Shoah.

Dienstag 23.5.2017

„And I didn’t end up dead because I’m a survivor.“ – Ein Blick auf die Langzeitwirkungen der Shoah.

Die Langzeitwirkungen der Shoah manifestieren sich spezifisch in den nachfolgenden Generationen der Überlebenden. Einen Blick auf die Prozesse und Inhalte der transgenerationalen Weitergabe zu werfen, gelingt auf besondere Weise durch die persönliche Begegnung und Durchführung von Interviews. In diesem Vortrag werden Interviews mit der Shoah-Überlebenden Anita Lasker-Wallfisch, eines der letzten bekannten noch lebenden ehemaligen Mitglieder des „Mädchenorchesters Auschwitz“, und ihrer Tochter Maya Jacob Wallfisch vorgestellt. Aus dem Interviewmaterial werden Thesen entwickelt zu den Themen: „Trauma und Erfahrung“, „Leerstellen“, „Schweigen“, „Nähe zum Tod“, „Die ‚Nachträglichkeit des Grauens‘“ und ein mögliches „Positives Erbe“. Über die Aussagen einer Einzelfallanalyse hinaus geben die diskutierten Ergebnisse Hinweise auf die Prozesse und Inhalte der transgenerationalen Weitergabe in Familien von Shoah-Überlebenden.

Referentin: Lisa Gehrlein

Wann? Dienstag, 23.05.2017 – 18 Uhr c.t.

Wo? Hörsaalzentrum HZ 9, IG Farben Campus, Westend

 

Vergangenheit. Gegenwart. Zukunft.

Die Veranstaltungsreihe Vergangenheit. Gegenwart. Zukunft. Interdisziplinäre Perspektiven auf den Nationalsozialismus und seine Auswirkungen widmet sich den Themen Aufarbeitung, Erinnerung und Gedenken des Nationalsozialismus sowie seinen Weiterwirkungen, sowie aktuelle Formen des Antisemitismus und Rassismus. Aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen und Perspektiven werden Auseinandersetzungen mit historischen Erkenntnissen und gegenwärtigen Fragestellungen behandelt. Die Referent_innen arbeiten in den Disziplinen Erziehungswissenschaften, Sozialpsychologie, Rechtswissenschaften, Soziologie, Kunst und Historik und nähern sich der Thematik aus ihren spezifischen Blickwinkeln. Dabei werden praktische und theoretische Ansätze diskutiert und Einblicke in neue Forschungen gewährt. Gemeinsam soll vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen die Shoah und der Umgang mit dieser betrachtet werden, um deren Nachwirkungen bis heute zu verstehen, mögliche Auseinandersetzungen und Erinnerungsformen zu diskutieren und auch zukünftig zu gestalten. 

Soziale Netzwerke