Resolution gegen Sexismus an der Goethe Universität

Das Studierendenparlament solidarisiert sich mit allen Betroffenen von
sexuellen Übergriffen und sexualisierter Gewalt an der Goethe-Universität.
Im Rahmen der aktuellen Vorfälle stellt sich das Studierendenparlament
hinter die beiden Studentinnen.

Sexuelle Belästigung, sexuelle Übergriffe und das Ausnutzen von
Machtgefällen sind gerade im universitären Umfeld keine Einzelfälle,
sondern Alltag. Die patriarchalen Gesellschaftsverhältnisse existieren und
reproduzieren sich auch in den Universitäten. Es ist daher umso wichtiger,
die bestehenden Verhältnisse zu reflektieren und sich
statusgruppenübergreifend für Veränderungen und eine öffentliche
Debatte einzusetzen. Weiterhin muss der Schutz und die Unterstützung
von Betroffenen oberste Priorität haben und darf nicht zur Debatte gestellt
werden.

Das Studierendenparlament unterstützt die vom AStA auf der Kundgebung
am 17. Januar an die Universitätsleitung gestellten Forderungen
ausdrücklich und fordert die Universität auf, schnellstmöglich mit der
Umsetzung der Forderungen zu beginnen.

1. Professionalisierung der Beratung:

▪ Es soll eine unabhängige Erst-
und Verweisberatungsstelle geben, die nicht identisch mit der Instanz ist,
welche die universitätsinternen Maßnahmen einleitet.

▪ Weiterbildungsmaßnahmen für Beratende sollen ausgebaut werden.

2. Mehr Ressourcen für Beratung und Gleichstellung:

▪ Es sollen weitere Beratungsstellen gescha en werden.

▪ Die Antidiskriminierungsstelle soll schnell nachbesetzt werden.

▪ Frauenrät*innen sollen für ihre Arbeit nanziell entschädigt werden.

▪ Unabhängige und Selbstorganisierte Beratungsstellen sollen von der
Universitätsleitung unterstützt werden.

▪ Die Mittel für Weiterbildungenund Schulungen sollen erhöht werden.

3. Feedback-Strukturen müssen eingerichtet werden:

▪ Beratungensollen intern dokumentiert werden.

▪ Für Personen, die eine Beratungwahrnehmen, soll es eine Möglichkeit zum Feedback geben.
4. Mehr Transparenz und Zugänglichkeit für Beratungen

▪ Der Beratungswegweiser der Goethe-Uni soll über die Erstsemestertaschen, inden öffentlichen Zeitschriftenständern sowie über die Frauenrät*innen
verbreitet werden.

▪ Im Gleichstellungsmonitor soll die Anzahl von bei
Beratungen dokumentierten Diskriminierungen, sowie die Anzahl
organisatorischer oder arbeitsrechtlicher Konsequenzen aufgeführt
werden.

5. Die Antidiskriminierungsrichtlinie soll umgesetzt werden.
Das Studierendenparlament wird sich selbst in seinen Sitzungen,
Beschlüssen und in der Rolle als oberstes Beschlussgremium der
Studierendenschaft weiterhin gegen sexistisches Verhalten und
patriarchale Machtstrukturen einsetzen.

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