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Referat für Hochschulpolitik (HoPo)

Als Hochschulpolitik-Referat des AStA kümmern wir uns um die hochschul- und stadtpolitische Bündnisarbeit, um Gremien an der Uni und um das Auftreten gegenüber der Landespolitik. Dabei wollen wir eine radikale Demokratisierung vorantreiben, selbstverwaltete Räume schaffen und uns für eine kritische Wissenschaft und gegen prekäre Arbeitsbedingungen einsetzen.

Für eine Demokratisierung der Hochschule
Wir setzen uns für einen kritischen Umgang mit der Geschichte des IG-Farben Campus, insbesondere seiner Rolle im Nationalsozialismus ein, der einer Universität als Ort des Wissens und der Aufklärung gerecht wird. Wir streiten für eine Universität, die sich nicht hinter Zäunen und Mauern abschottet, sondern sich als Ort der freien Bildung für alle Menschen versteht. Wir stellen uns entschlossen gegen alle Formen des Abbaus demokratischer Mitbestimmungsrechte innerhalb der Universität, seien es übertriebene Überwachungsmaßnahmen durch Kameras und Sicherheitsdienste oder sei es die Unterrepräsentanz bestimmter Statusgruppen innerhalb der inneruniversitären Gremien. Die Befugnisse des Senates sind in diesem Zusammenhang gegenüber dem Präsidium zu stärken, den Hochschulrat würden wir lieber heute als morgen abschaffen. Wir setzen uns für eine echte Demokratisierung und Mitbestimmung aller Statusgruppen ein, die vor allem unter der Umwandlung der Goethe Universität in eine Stiftungsuniversität immer weiter an den Rand gedrängt wird.
Wir treten außerdem für Freiräume auf allen Frankfurter Campi ein, für studentisches Leben, für die Verfasste Studierendenschaft als solche sowie für Fachschaften und studentische Initiativen.
 
Für eine gute Finanzierung und Infrastruktur
Da es für ein gutes und umfassendes Studium, das seinen Namen verdient und den Belangen der Studierenden gerecht wird, unabdingbar ist, setzten wir uns gegenüber der Landes- und Stadtregierung für eine Finanzierung der Hochschule ein, die ihren Bedürfnissen gerecht wird. Gute Bildung braucht eine gute Finanzierung, damit bspw. die Mensa- und Wohnraumpreise oder das Semesterticket bezahlbar bleiben, damit ausreichende Räume zur Verfügung gestellt werden können, deren Fassungsvermögen der Zahl der Studierenden gerecht wird, damit die Zahl des Lehrpersonals erhöht und die Qualität der Lehr- und Forschungsmittel gesichert werden kann.
Durch Reformen der Finanzierung, wie dem Hochschulpakt, hingegen, wird diese Finanzierung nicht sichergestellt, sondern die Universitäten in einen desaströsen Konkurrenzkampf getrieben, an dessen Ende Qualität und Freiheit der Bildung untergehen.
Gerade in Frankfurt stellt sich außerdem die Situation des bezahlbaren Wohnraums als schwierig dar. Während es eine erstaunlich hohe Zahl an leerstehendem Büro- und Wohnraum gibt, steigen die Mieten in fast allen Teilen Frankfurts. Aus diesem Grund müssen weitere bezahlbare Wohnheime errichtet werden und die bestehenden vorerst erhalten bleiben. Dabei bedarf es auch einer Ausweitung des sozialen Wohnungsbaus insgesamt.
 
Vernetzung der Studierendenschaften
Als AStA der Universität Frankfurt wollen wir uns auch landes- und bundesweit für emanzipatorische Hochschulpolitik einsetzen. Nach der Konferenz gegen Hochschulkürzungen und Unterfinanzierung in Halle, die zum „Bildungsstreik 2014“ aufgerufen hat, haben wir uns aktiv am Protest beteiligt. Durch die Ausrichtung der Folgekonferenz in Frankfurt vom 09.-11. Mai als „Wohnraum- und Bildungsprotestkonferenz“ konnten wir ein starkes Zeichen setzen. Weiterhin wollen wir die Bewegungen für kritische Aktionen an den Hochschulen begleiten und dazu die Bewegung auch finanziell unterstützen. Ferner unterstützen wir als Referat für Hochschulpolitik Studierende, die an den bestehenden Verhältnissen im Sinne einer offeneren und demokratischeren Hochschule etwas verändern wollen und die sich Initiativen und Gruppen engagieren oder sich in solchen organisieren wollen.

Soziale Netzwerke