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Neuer AStA-Vorstand

Datum der Veröffentlichung:Dienstag 25.8.2015

In der letzten Sitzung des Studierendenparlaments am 19.08.2015 wurden neue Vorstände des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) durch eine linke Koalition, getragen von der Bündnis 90/Die Grünen Hochschulgruppe (Grüne Hochschulgruppe), der Demokratischen Linken Liste (DL), der Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule (FDH), den Flexiblen und dem Wahlbündnis Linke Liste (LiLi), gewählt. In dieser Legislatur werden Max Rudel und Valentin Fuchs von der Grünen Hochschulgruppe das Amt des AStA-Vorstands einnehmen.

Max Rudel erklärt die Schwerpunkte der neuen Legislatur: „Das sich zwischen Geist und Wissenschaft eingelagerte Vakuum hat einen Namen: die Ökonomisierung der Hochschule. Die Universität muss wesentlich mehr sein als der Ausbildungsbetrieb für spätere Arbeitnehmer*innen und die Produktionsstätte monetär verwertbarer Forschungsergebnisse. Das, was Studieren und Forschen eigentlich ausmachen sollte, ist, das Denken zu lernen, auch das von Alternativen und Demokratie, und die Fähigkeit zur Reflexion und Kritik der Zwecke und Paradigmen der Forschung, jenseits des wissenschaftlichen Mainstreams. Der AStA wird daher besonderen Fokus auf die bildungspolitische Arbeit durch Förderung und Unterstützung der kritischen studentischen Initiativen und Fachgruppen legen und auch selbst Veranstaltungen organisieren und Publikationen herausgeben, um kritischer oder feministischer Theorie oder der Beschäftigung mit der Shoah größere Aufmerksamkeit zu verschaffen. Dafür müssen allerdings auch die Studienbedingungen aller Studierender stimmen und die verfasste Studierendenschaft muss die Ressourcen dazu bekommen, welche besonders durch den Umzug der Universität fragmentiert wurden, wie man beispielsweise an dem immer noch nicht gebauten neuen Studierendenhaus sieht. An unserer Grundforderung hat sich nichts geändert: „Zeit und Raum für freie Bildung!“.

 

Valentin Fuchs betont zusätzlich: „Die Kernforderungen des AStAs bleiben weiterhin die radikale Demokratisierung und die Ausfinanzierung der Hochschulen. Als Schlüsselelement betrachten wir hierfür physische aber auch institutionelle Freiräume auf den Campus, die dringend geschaffen werden müssen, um die Möglichkeit für die Entfaltung eines kritischen Bewusstsein in der Studierendenschaft zu geben. Es ist längst überfällig, dass der Campus Riedberg sowie der Campus Ginnheim ein eigenes, selbstverwaltetes Studierendenhaus erhalten. Die Studierenden an der Goethe-Universität finden sich aktuell in der Rolle zahlender Kund*innen wieder. Das gilt beispielsweise für die versteckten Studiengebühren, die in dem in jedem Semester zu zahlenden Verwaltungsbeitrag  enthalten sind, für das Format von Studium mit mangelnden Partizipationsmöglichkeiten der größten Statusgruppen an einer präsidial geführten Universität und den ausbeuterischen Arbeitsverhältnissen der Angestellten auf den mittleren und unteren Ebenen. So kann es nicht bleiben! Daher werden in der Arbeit des AStAs weiterhin Studienbedingungen und Arbeitsverhältnisse an der Universität ganz oben auf der Agenda stehen. Der geforderte und eigentlich im Senat bereits beschlossene Tarifvertrag für Hilfskräfte muss nun kommen, da hat sich das Präsidium dem Senatsbeschluss zu beugen!“

Das erste Projekt des neuen AStAs wird die „Mieten? Ja wat denn?“-Woche sein. Studierenden, die zum Semesterstart keine Wohnung gefunden haben, soll in diesem Rahmen eine Übernachtungsmöglichkeit im Studierendenhaus sowie eine ganze Reihe von Vorträgen, Workshops und eine Einführung in die Geschichte des IG-Farben Campus geboten werden. Schon seit mehreren
Jahren wird durch diese Veranstaltung auf die Problematik des desaströsen Wohnungsmarktes in Frankfurt hingewiesen. „Wir hoffen, dass wir in dieser Woche den Studierenden klar machen können, dass die aktuelle Wohnungslage so nicht legitim ist.“ so Fuchs,  „Ziel ist es, die Menschen dazu anzuregen, für Ihr Recht auf Wohnraum einzutreten“.

 

Max Rudel                                                     Valentin Fuchs

AStA-Vorsitzender                                         AStA-Vorsitzender

 

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