PM Indoor-Camp "Mieten? Ja, wat denn?" im Studierendenhaus

Vom 05.- 09. Oktober 2015 findet zum fünften Mal das Indoor-Camp des AStA der Uni Frankfurt unter dem Motto "Mieten? Ja, wat denn?" statt. Mit dieser Aktion macht der AStA auf die fortwährend defizitäre Lage auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt aufmerksam und versucht temporär in einer akuten Notsituation Abhilfe zu schaffen.

In dieser Woche besteht für Studierende des ersten Semester auf Wohnungssuche die Möglichkeit, kostenlos und unkompliziert für ein paar Tage im Studierendenhaus zu wohnen, in welchem der AStA in seinen Tagungsräumen provisorische Schlafplätze zur Verfügung stellt. Dadurch soll den Studierenden ermöglicht werden, ihre Wohnungs- und   Seminarsuche so stressfrei wie möglich zu absolvieren. "Nachdem im letzten Jahr bereits die bisherige Höchstzahl von 50 Studierenden im Haus untergekommen ist, erwarten wir in diesem Jahr einen noch größeren Andrang," erklärt  Katharina Meyer, Studienbedingungsreferentin des AStA. "Dies zeigt, dass sich seit letztem Jahr nichts an der katastrophalen Wohnraumsituation im Raum Frankfurt geändert hat. Sie hat sich eher noch verschärft." 

Während der Woche wird es neben Schlafplätzen und Verpflegung für Studierende ein inhaltliches Rahmenprogramm geben. Neben den Donnerstags-Barabenden am IG Farben Campus finden Workshops und Diskussionsveranstaltungen statt. Zudem bietet sich so auch die Möglichkeit für Neuankommende, gemeinsam auf Wohnungssuche zu gehen. Die "Mieten? Ja, wat denn?"-Woche stellt somit auch ein Forum des Austausches über die Frankfurter Wohnraumpolitik dar. 

"Der Leerstand von 2 Millionen m² Büro- und Wohnfläche im Raum Frankfurt zeigt in drastischer Weise, dass für viele soziale Probleme, wie Wohnungsnot bei Studierenden, der Unterbringung von Geflüchteten, einkommensschwachen Menschen und Familien, schnell Abhilfe geleistet werden könnte. Es ist der politische Wille der fehlt," ergänzt Sozialreferent Oliver Faix. "Anstatt sich um günstigeren Wohnraum zu kümmern investiert die Stadt vorrangig in teure Prestigeobjekte."

Auch der in Bockenheim entstehende sogenannte „Kulturcampus" steht im starken Widerspruch zu der sich zusehends zuspitzenden Wohnraumsituation. Die Umwandlungen des „alten Campus' Bockenheim“ führen zu einer Zerschlagung sozialer Räume und Infrastruktur, sowie zum erhöhten Anstieg von Mieten und Aufwertungsprozessen im Stadtteil Bockenheim. Hierin zeigt sich deutlichst die Notwendigkeit der Erhaltung sowohl des Studierendenhauses als auch der Wohnheime des Studenten[sic!]werks am Campus Bockenheim; "notfalls auch mit Mitteln des zivilen Ungehorsams," so der AStA-Referent Johannes Fechner.

Selbst wenn das "Mieten? Ja wat denn?"- Camp nach einer Woche zum Abschluss kommt, so bleibt die prekäre Wohnraumsituation auch weiterhin bestehen. 

 

Der AStA Frankfurt bittet darum, Informationen zu freien WG-Zimmern und Wohnungen im Rhein-Main-Gebiet unter "mietenjawatdenn [at] asta-frankfurt [dot] de" mitzuteilen.

 

Für Rückfragen und O-Töne steht Ihnen Valentin Fuchs unter folgender Rufnummer zur Verfügung: 0151/21108242

Zudem können Sie jederzeit Rückfragen über den Pressekontakt des AStA unter folgender Nummer stellen: 0157/89660518

Soziale Netzwerke