Pressemitteilungen während der Bundesweiten Demo am 6. Juli 2006

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 6.7.2006
Über 5000 Demonstrierende gehen auf die Straße

Ausgehend von den drei Startpunkten des friedlichen Sternmarsches haben sich heute zwischen 13 und 13.30 Uhr über 5000 Menschen aus ganz Deutschland eingefunden, um gegen die geplante Einführung von Studiengebühren und Bildungsabbau in Hessen zu demonstrieren. Durch verschiedene kreative Aktionen soll auf die von der hessischen Landesregierung geplante Ungerechtigkeit hingewiesen werden.

1700 demonstrieren nach Abschlusskundgebung weiter Studierende werden beim Betreten von Bahnhöfen und U-Bahnstationen kontrolliert

Nach dem Ende der Kundgebung um ca. 15.50h ziehen zur Zeit 1700 Menschen auf eigene Faust Richtung Autobahn. Sie befinden sich im Augenblick auf der Miquelallee. Die Polizei hat angekündigt, hart durchzugreifen. Vom Hbf aus wurden rund 20 Mannschaftswagen der Polizei Richtung A66 abgezogen. Eine kleine Gruppe hat die Autobahn bereits erreicht.

Wir sind bemüht, hierzu mehr in Erfahrung zu bringen.

Kriminalisierung von Studierenden setzt sich fort

Einige Studierende berichten, dass sie von der Polizei beim Betreten von U-Bahnstationen und Bahnhöfen oder in der Innenstadt kontrolliert worden sind.

Studierende im Grüneburgpark festgesetzt

Etwa 100 Studierende wurden von der Polizei eingekesselt und werden laut Berichten dortiger Anwesender alle auf das Präsidium mitgenommen.

Weitere Meldungen erreichten uns, dass etwa 50 Studierende in der Nähe der Bundesbank eingekesselt wurden und ebenfalls auf ihre Abführung in das Präsidium warten.

Momentan befindet sich ein weiterer Teil der Studierenden, die in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind, weiterhin im Grüneburgpark und versuchen einen Ausweg aus dem Park zu finden.

Demo-Ersthelfer festgenommen

Nach letzten Meldungen die uns erreichten wurde der Großteil der freiwilligen Helfer, die auf den Demonstrationen Erste Hilfe für verletzte Studierende leisten wollte, von der Polizei festgenommen. Die Studierenden, die eindeutig als medizinische Versorgungskräfte gekennzeichnet waren, wurden ebenfalls in einen Polizeikessel gedrängt und warten nun auf ihre Abführung in das Polizeipräsidium. Diese Helfer waren eigentlich dafür gedacht, Personen die in Kontakt mit Pfefferspray kommen, sofort zu behandeln.

Diese Studierenden, die auch deeskalierend wirken sollten, wurden nun von der Polizei festgesetzt so, dass sich die Lage durch die Polizei noch weiter verschärft hat.

Studierende durchbrechen Polizeisperre und belagern Polizeipräsidium Demonstranten fordern Freilassung inhaftierter Kommilitonen

Nach den zahlreichen Festnahmen im Rahmen der heutigen studentischen Proteste haben etwa 1000-1200 Demonstranten eine Polizeisperre auf der Miquelallee durchbrochen und sind zum nahe liegenden Polizeipräsidium vorgedrungen, um dort die Freilassung der Festgenommenen zu fordern. Mittlerweile befinden sich die Demonstranten wieder auf dem Weg in die Innenstadt.

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