PM: Adieu studentische Hilfskräfte der Universitätsbibilothek!

Datum der Veröffentlichung:Freitag 21.11.2014

 

Gemeinsame Pressemitteilung Hilfskräfte an der Universität Bibliothek und Hilfskraft Initiative an der Universität Frankfurt

 

Adieu studentische Hilfskräfte der Universitätsbibilothek!

 

Ab dem 10.11.2014 werden Besucher der Universitätsbibliothek (UB) in Bockenheim am Eingangsbereich keinen studentischen Hilfskräften mehr begegnen. Dort sollen fortan die Angestellten des Sicherheitsdienstes Kötter die Bücher und Taschen der Bibliotheksbesucher kontrollieren. Das Outsourcing, das neuerdings inflationäre Anwendung an der Goethe Universität erfährt, diene der Entlastung der Hilfskräfte, erklärte die Bibliotheksleitung. Tatsächlich jedoch geraten studentische Arbeitsplätze dadurch in Gefahr.

Den betroffenen Hilfskräften begegnet diese Neuregelung als Reaktion auf ihre Bemühungen der letzten Monate. Gemeinsam setzten diese sich für die Einhaltung arbeitsrechtlicher Mindeststandards und die Verbesserung der Arbeitsbedingungen ein.

„Statt uns krank zur Arbeit zu schleppen oder stattdessen auf unseren Lohn zu verzichten, wollten wir arbeitsrechtliche Mindeststandards erstreiten“, berichtet eine betroffene Hilfskraft, die Mitglied der Hilfskraftinitiative in Frankfurt ist. Etwa die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall konnte inzwischen von den Hilfskräften durchgesetzt werden. Ein Arbeitsrecht, das die Universitätsbibliothek im Falle der studentischen Hilfskräfte für den Spät- und Wochenenddienst bis dahin missachtet hatte. Es wurden nun gerade dieser Gruppe an Hilfskräften neue Zuständigkeitsbereiche zugewiesen, die nur für begrenzte Zeit noch ihre weitere Beschäftigung gewährleisten. Nach den Schikanen der letzten Monate, fällt es diesen schwer, hier den Zufall am Werk zu glauben. Die studentischen Kritiken waren zunehmend unbegründet abgewehrt worden. Bestehende Regelungen wurden verschärft. Einzelnen Hilfskräften wurde beleidigend oder bedrohlich begegnet. „Die Repression, mit der uns begegnet wurde“, berichtet eine weitere Hilfskraft, „hat uns erschrocken.“

Unter diesen Vorzeichen, ahnen die studentischen Hilfskräfte nun den Abbau ihrer Stellen nahen. Eine Einrichtung, die als Stätte für Bildung und Denken gilt, scheint dies für den angemessenen Umgang mit kritischen StudentInnen zu halten. Diese hingegen halten an ihren bisherigen Anliegen für bessere Arbeitsbedingungen fest und fordern gemeinsam mit der Hilfskraft Initiative der Universität Frankfurt die Weiterbeschäftigung aller studentischen Hilfskräfte der Universitätsbibliothek.

 

Presseansprechpartner_innen

 

Hilfskraft Initiative Frankfurt

Paul Eisermann : 01776789762

Daniel Katzenmaier: 015784374664

 

 

Hilfskraft Universität Bibliothek

Maria Klein : 01752798635

 

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