AStA begrüßt Wiedereröffnung des Stadtteilzentrums „Blauer Block“

Datum der Veröffentlichung:Samstag 7.9.2013

Am heutigen Nachmittag, den 06.09.2013, haben Anwohner_innen, Studierende und Stadtteilaktivist_innen ein ungenutztes Gebäude der Stadt für eine Nutzung als Stadtteilzentrum eröffnet.

In der Kriftelerstraße 84 soll jetzt unter anderem ein alternatives Kulturprogramm für Jugendliche, eine Bibliothek, eine Fahrradwerkstatt und eine Mieter_innenschutzberatung Platz finden.

Der AStA begrüßt diese Form der selbstorganisierten Stadtteilarbeit gerade vor dem Hintergrund fortschreitender Gentrifizierung im Gallus.

Giorgio Nasseh, Vorstand des AStA der Universität Frankfurt, erklärt hierzu: „Das Gallus ist einer der wenigen innenstadtnahe Viertel in dem Studierende und andere einkommensschwache Menschen noch bezahlbaren Wohnraum finden. Die Stadt steuert nicht dagegen, im Gegenteil, durch die hochpreisigen Neubauten im Europaviertel befürchten viele im Viertel weitere Mietsteigerungen. Auch die geplanten Studentenappartments im Gallus werden mit Mieten von 400 Euro und mehr für die meisten Studierende unerschwinglich bleiben.“

„Das Stadtteilzentrum ist für uns ein Beispiel wie man selbstorganisiert die Lebensqualität im Viertel steigern kann, ohne das mit Kommerzialisierung und Verdrängung zu verbinden“, meint Daniel Katzenmaier vom AStA der Goethe Universität Frankfurt: „Wir hoffen, dass die Stadt sich für solche Lösungen endlich offen zeigt, da ihr das Gebäude schließlich gehört und sie dafür ja offensichtlich keine Verwendung hat.“

Bei dem letzten Versuch der Stadtteilinitiative Ende Mai diesen Jahres wurde leider wieder auf die Polizei gesetzt. Das Gebäude in der Schwalbacher Straße wieder leer und die Verhältnisse im Gallus haben sich seitdem eher weiter zugespitzt.

Der AStA ruft daher zusammen mit dem „Wem gehört die Stadt“-Bündnis zu einem Aktionstag am 28.09. auf.

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