Der Zaun muss weg!

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 27.7.2005

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Frankfurter Universität begrüßt den Beschluss der Frankfurter Stadtverordneten-versammlung, Land und Universität zu einer Beseitigung des Zaunes am IG Farben-Haus zu verpflichten. Die Stadtverordneten übernehmen damit die Position, die der Frankfurter AStA bereits seit dem Umzug der Geisteswissenschaften ins Westend vertreten hat.

Seit dem Umzug eines Teils der Universität ins Westend hat der AStA die Umzäunung des IG Farben-Haus kritisiert und eine Entfernung gefordert. Die Stadtverordnetenversammlung ist dieser Forderung nachgekommen und hat beschlossen im Rahmen des nächsten Bebauungsplans den Zaun zu verbieten.

"Jetzt muss auch die Universität einsehen, dass man einen Campus nicht von der umgebenden Stadt abschotten kann", so Peter Jung, Referent für Hochschulpolitik des AStA der Uni Frankfurt. "Die Idee, zu glauben, man müsse die Uni vor den Bürgern schützen, war von Anfang an absurd."

Vincenzo Pellegrino, stellvertretender AStA-Vorsitzender ergänzt: "Die Universität darf keine isolierte Insel werden. Sie muss vielmehr ein Teil des städtischen Lebens sein." Nur durch den kulturellen Austausch mit der Umgebung könne die an der Universität betriebene Wissenschaft ihre Lebensnähe wahren. "Die Beseitigung des Zaunes wird zu einer echten Öffnung der Universität führen, die für Studierende und Bürger nur Vorteile mit sich bringt", so Pellegrino abschließend.

Auch der AStA-Vorsitzende Abel Schumann begrüßt den Schritt der Stadt: "Wir fordern die Entfernung des Zauns seit mehr als drei Jahren und sind erfreut, dass nun endlich gehandelt wird. Es zeugt aber von einem merkwürdigen Selbstverständnis der Universität, wenn sie durch die Stadt dazu gezwungen werden muss. Vielleicht führt diese Entscheidung der Hochschulleitung wieder ins Bewusstsein, dass die Universität ein öffentlicher Raum ist."

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