Warum Israel - Veranstaltungsreihe

Selbst wenn gerade nicht, wie vor einigen Wochen, marodierende Horden, die sich der palästinensischen Sache verschreiben, europäische Innenstädte verstopfen, ist man sich in Deutschland und Europa relativ einig: Israel ermordet im Gazastreifen gezielt Frauen und Kinder. Während die Medien mithilfe vermeintlicher „Nahostexperten“ die Mär von der „Gewaltspirale“ aus israelischen Luftangriffen und Raketenbeschuss aus Gaza zum hundertsten Mal wiederholen, werden antiisraelische Demonstrationen, die einen Schulterschluss zwischen Gruppen des linken Spektrums, Neonazis und Islamisten produzieren und in europäischen Städten in die antizionistische Offensive gehen, von der breiten Öffentlichkeit zu Friedensdemos verharmlost. Krawalle und Brandbomben gegen Synagogen in Paris und Wuppertal, „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“-Rufe in Deutschland, Transparente mit der Aufschrift „Die (angeblichen) Opfer von gestern sind die Täter von heute“ – all das scheint nicht zu genügen, um eine politische Linke zu nennenswerten Gegenaktionen zu motivieren. Die sozialdemokratischen Appelle für Pluralität und Toleranz bleiben hilf- und folgenlos: nicht zuletzt, weil sie Antisemitismus als stumpfe Judenfeindschaft denken und nicht in der Lage sind, die falschen und ideologischen Wahrnehmungen, die sich auf Israel richten, als solche zu durchschauen; insbesondere ihre eigenen. Antisemitismus und Antizionismus sind untrennbar verschlungen und können offenbar jederzeit ohne Angst vor Sanktionen auf Europas Straßen propagiert werden. 
In diesem Kontext wird es wieder einmal Zeit für die politische Linke, aber auch für alle anderen, die behaupten Antisemitismus abzulehnen, ihre eigenen Positionen zu reflektieren und sich mit der Bedrohungslage Israels auseinanderzusetzen. Die Vorträge dieser Reihe sind ein Versuch diese Auseinandersetzung zu ermöglichen. 

8.10. Matthias Küntzel - "Über den antisemitischen Krieg: Israel, Iran und die Hamas", 19:00 im Festsaal des Studierendenhauses

3.11. Thomas von der Osten-Sacken - "Arabischer und islamischer Antisemitismus", 19:00 im KOZ 

12.11. Stephan Grigat - "Die Einsamkeit Israels", 19:00 im KOZ

18.11. Tilman Tarach - "Israel – Der ewige Sündenbock. Zu den Hintergründen des Antizionismus«, 19:00 im Festsaal des Studierendenhauses 

Soziale Netzwerke