Uni-Chipkarte mit sehr schlechter Resonanz

Datum der Veröffentlichung:Dienstag 5.12.2006

Der elektronische Studienausweis an der Goethe-Universität findet bei den Studierenden kaum Anklang. Die Universitätsleitung möchte damit den bisherigen Studienausweis aus Papier ersetzen. Doch ein Vierteljahr nach Aufruf haben erst deutlich unter 50% der Studierenden den neuen Ausweis mit Bild beantragt.

"Die Zahlen zeigen ganz klar, dass die Studierenden die Chipkarten- Begeisterung der der Uni-Leitung nicht teilen.", so AStA-Verkehrsreferent Alexander Follert.

Er kritisiert zudem heftig, dass das Universitäts-Präsidium jetzt das Semesterticket als Druckmittel missbraucht. Studierende ohne Goethe-Card, wie die Chipkarte heißen wird, sollen schon im Sommersemester kein Ticket aus Papier mehr erhalten. "Das RMV-AStA-Semesterticket ist ein Angebot der Studierendenschaft und in keinster Weise an eine Chipkarte gebunden. Wir werden darauf bestehen, dass jeder der ein Ticket bezahlt hat auch eines bekommt", so Follert. Das Ticket wird auch in Zukunft nur optisch auf dem Studienausweis aufgebracht.

Dem AStA ist es unverständlich, dass der bisherige Ausweis schon im kommenden Semester nicht mehr angeboten wird. Mit der überstürzten Einführung setze sich die Studierendenadministration doch auch selbst unter Zeitdruck.

Zudem gibt es in der Studierendenschaft viele Bedenken gegen die Chipkarte. Sie basiert auf der umstrittenen RFID-Technik mit der Daten drahtlos übermittelt werden. Verschiedene Einrichtungen möchten zudem mit der Karte Zugangskontrollen einführen. Es wir befürchtet, dass die Universität langfristig mit der Chipkarte die Studierenden überwachen wird.

"Die Goethe-Card kann nur dann Erfolg haben, wenn sie durch Informations- und Überzeugungsarbeit und nicht mit Druck eingeführt wird", so Follert abschießend.

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