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Tarifvertrag unter Dach und Fach!

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 15.12.2011

Nach mehr als zwei Jahren Verhandlungen schließt ver.di mit dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Goethe-Universität Frankfurt einen Tarifvertrag ab.

Gemeinsame Pressemitteilung von ver.di im Bezirk Südhessen und dem AStA der Universität Frankfurt/Main

Am Abend des 29.11.2011 wurde der Tarifvertrag zwischen dem AStA der Goethe-Universität Frankfurt und seiner Belegschaft abgeschlossen. Für ver.di setzte Fachbereichsleiter Tom Winhold, für den AStA aus Bündnis90/die Grünen Hochschulgruppe, Demokratische Linke Liste, dieLinke.SDS, die Pinguine, die Schildkröten, FDH - Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule, LiLi - Wahlbündnis Linke Liste die beiden Vorsitzenden Jessica Lütgens und Claudia Tinaui ihre Unterschriften unter das Vertragswerk.
Der nun von Arbeitgeberseite mit dem Vertragsabschluss dokumentierte politische Wille zur Schaffung von sicheren und nicht unterbezahlten Arbeitsplätzen, die auch im Falle eines politischen Richtungswechsels nicht so einfach infrage gestellt werden können und damit auf lange Sicht Bestand haben dürften, bringt der Belegschaft einen Lohnzuwachs von 9,8 %. Ein Haustarifvertragsabschluss zwischen dem AStA und seinen Angestellten ist einmalig in Hessen und bundesweit eine Besonderheit. "Wir haben gemeinsam lange und hart für diesen Abschluss gekämpft. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Aber vor dem Hintergrund jahrelanger Reallohnverluste musste die Lohnerhöhung auch größer ausfallen", so ver.di-Vertrauensmann Mathias Riazi. "Mit Weihnachten vor der Tür erhält der am 1.12.2011 in Kraft tretende Abschluss noch eine zusätzliche symbolische Bedeutung."
Mit der Unterzeichnung wird ein langes Kapitel der prekären Beschäftigungsverhältnisse, die vorangehende ASten entweder stillschweigend geduldet oder gar mit ihrem gegen die Belegschaft gerichteten Handeln aktiv unterstützt hatten, zur Zufriedenheit aller Beteiligten beendet. AStA-Ver-handlungsführer David Malcharczyk hierzu: "Wir haben im Koalitionsvertrag 2011 festgehalten, dass wir die universitäre Unterbezahlung bekämpfen wollen. Entsprechend waren wir verpflichtet, im eigenen Haus die Versäumnisse vorheriger ASten auszubügeln und die Situation zugunsten unserer Belegschaft zu verändern." In den letzten 17 Jahren war es nur zu einer Lohnerhöhung gekommen. Zugleich wurde Beschäftigten mitunter der Urlaubsanspruch sowie Lohnfortzahlung im Krankheitsfall vorenthalten. Mit dem Tarifabschluß hat nun auch die von einigen Vorgänger-ASten vollzogene unsägliche Praxis, Neueinstellungen unter dem inhaltsfremden Etikett "Studentische Hilfskräfte" vorzunehmen, ein Ende.

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