Studierendenvertreter kritisieren die Einführung allgemeiner Studiengebühren

Datum der Veröffentlichung:Dienstag 3.1.2006

Mit der Einführung allgemeiner Studiengebühren durch die Unterzeichnung des "Zukunftsvertrags" hat das Land Niedersachsen nun als erstes Bundesland soziale Ungerechtigkeit und die Kommerzialisierung der Hochschulen festgeschrieben.

Die Einführung von Studiengebühren ist von allen unionsgeführten Landesregierungen geplant, wie die designierte Bundesbildungsministerin Annette Schavan bereits im Frühjahr dieses Jahres klargestellt hatte und wird insbesondere auch von der hessischen Landesregierung geplant. Die vorerst auf 1000 Euro begrenzte Studiengebühren bedeuten bereits eine Mehrbelastung von 83 Euro für die Studierenden pro Monat. Bei einem BAFöG-Höchstsatz von 515 Euro und einem berechnet hatte, bedeutet das entweder, dass angehende AkademikerInnen ihr Studium abbrechen oder sich massiv verschulden müssen.

"Dass von nun an wieder die finanziellen Verhältnisse eines Menschen über seinen Bildungserwerb und damit über den Status in der Gesellschaft entscheiden, bedeutet eine Zäsur in der deutschen Geschichte. Es ist eine Verbrechen, dass die CDU finanziell schlechter gestellten Personen ein Studium unmöglich macht oder dafür sorgt, dass sie am Ende des Studiums vor einem Schuldenberg stehen.", sagte Julian Zado vom Vorstand des Allgemeinen Studierendenausschusses (AStA) der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt.

Der AStA kann sich also darauf einstellen, dass auch in Hessen Studiengebührenpläne bald offen gelegt werden und wird deshalb mit der Vorbereitung der Proteste beginnen.

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