Studierendenparlament spricht sich gegen geplante Umwandlung in Stiftungsuniversität aus

Datum der Veröffentlichung:Freitag 26.1.2007

Am gestrigen Donnerstag, 25.01.2007, beschloss das Studierendenparlament (Stupa) eine Resolution, die sich klar gegen die geplante Umwandlung der Universität richtet. Das Stupa sieht vor allem den überhasteten Zeitplan sowie die mit der Umwandlung einhergehende Entdemokratisierung der Universität als Problem an.

Am gestrigen Donnerstag, 25.01.2007, beschloss das Studierendenparlament (Stupa) eine Resolution, die sich klar gegen die geplante Umwandlung der Universität richtet. Das Stupa sieht vor allem den überhasteten Zeitplan sowie die mit der Umwandlung einhergehende Entdemokratisierung der Universität als Problem an.

Die Resolution schloss sich dem am 11.01.07 gefassten Beschluss der Fachschaftenkonferenz an, die sich ebenfalls klar gegen eine Stiftungsuniversität in Frankfurt ausgesprochen hatte. Die Parlamentsmitglieder bemängeln vor allem die Intransparenz, mit der das Präsidium die Pläne vorantreibt. Die Informationen, die die universitäre Öffentlichkeit in dieser Sache erhalten habe, seien viel zu vage, um bis zur vom Universitätspräsidium vorgesehenen entscheidenden Senatssitzung am 14. 02. 2007 eine Meinungsbildung zu ermöglichen. Die Vorstellung, die Goethe-Uni würde mit der Umwandlung wieder zu ihren Wurzeln als Bürgeruniversität zurückkehren, weist das Stupa zurück. Vielmehr sei zu befürchten, dass Unternehmen stärkeren Einfluss auf Forschung und Lehre nähmen. Gleichwohl sei die Aussicht auf erhebliche Verbesserung der Finanzsituation eher gering, da es in Deutschland keine Stiftungstradition gebe.

„Dass die Universitätsleitung bei einer solch einschneidenden Reform der Universität eine derartige Hast an den Tag legt, lässt einen mangelnden Glauben in die Kraft der eigenen Argumente erkennen“, so Tobias Courtial, Referent für Hochschulpolitik des AStA. „Wir fordern den Senat auf, dem Präsidium am 14. Februar keinen Blankoscheck auszustellen!“

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