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Studiengebühren zerstören das aufkeimende Wirtschaftswachstum in Deutschland

Datum der Veröffentlichung:Montag 29.5.2006

Mit großer Freude nahm der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Frankfurt (AStA) die aufmunternden Daten der GfK über das Konsumklima zur Kenntnis. Auch der AStA freute sich natürlich über eine Belebung des Wirtschaftswachstums und die damit verbundenen Mehreinnahmen für Deutschland. Allerdings gab der AStA zu Bedenken, dass gerade die geplanten Studiengebühren einen erheblichen Dämpfer für das Wirtschaftswachstum in Deutschland darstellen werden. Die geplante Einführung von Studiengebühren in Hessen, mit mindestens 500 € im Semester, bedeutet einen erheblichen Einnahmeverlust für die knapp 160.000 Studierenden in Hessen. Das Durchschnittseinkommen der Studierenden in Deutschland beträgt nach Angaben der 17. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks 720 € im Monat. Die Einführung von Studiengebühren würde somit zu einem Einnahmeverlust von mindestens 11 % im Jahr in Hessen führen. Dieses Geld, das den Studierenden entzogen wird, kann natürlich nicht mehr in den Konsum fließen. Bei knapp 160.000 Studierenden in Hessen ergibt sich somit mindestens ein Betrag von 160 Millionen Euro im Jahr die dem hessischen Konsum entzogen werden. Wahrscheinlich werden es eher sogar noch mehr, die jährlich der Wirtschaft in Hessen vorenthalten wird, falls Koch und Corts ihre Drohung wahr machen und Studiengebühren bis zu 1.500 € in Hessen flächendeckend eingeführt sind. Der AStA der Universität Frankfurt hegt die Befürchtung, dass vor allem die lokalen mittelständischen Betriebe am Meisten unter der Einführung von Studiengebühren zu leiden haben, da dies am ehesten die Betriebe sein werden, in denen Studierende es sich nicht mehr leisten können einkaufen zu gehen. Des weiteren wird prophezeit, dass der Gaststättenbetrieb gerade von campusnahen Betrieben erheblich zurückgehen wird, da Studierende nicht mehr in der Lage sein werden Lokale und Restaurants weiterhin zu besuchen. "Für eine Regierung, die mit dem Ziel angetreten ist die Wirtschaft in Hessen und Deutschland zu verbessern, legt die Regierung Koch nur ein wirtschaftsfeindliches, konsumzerstörendes Programm auf. Wir gehen davon aus, dass dank der Landesregierung zahlreiche kleinere Betriebe in Hochschulnähe, die häufig von Studierenden besucht werden, erhebliche Umsatzeinbußen erleiden werden.", kommentierte Moon R. A. Matin, der hochschulpolitische Referent, das desaströse Programm der Landesregierung.

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