Stadtspaziergang zum Thema "Gentrifizierung" durch das Gallus-Viertel

Datum der Veröffentlichung:Freitag 26.9.2014

Am 11.10.2014 wird um 13:00 ein Stadtspaziergang mit Sebastian Schipper, der am Institut für Europäische Urbanistik in Weimar arbeitet, stattfinden. Am Beispiel des Gallus in Frankfurt sollen Gentrifizierung und Verdrängung aufzeigt werden. Treffpunkt: Am 11.10, um 13:00 an der S-Bahn-Haltestelle "Galluswarte", Ausgang Frankenallee.

Gentrifizierung und Verdrängung am Beispiel des Gallus in Frankfurt

Gentrifizierung beschreibt bekanntlich stadtteilbezogene Aufwertungsprozesse und die damit ein­her­ge­hen­de Ver­drän­gung är­me­rer Be­völ­ke­rungs­grup­pen. Im Anschluss an die globale Wirtschafts- und Finanzkrise von 2008 lässt sich gegenwärtig in vielen Städten in Deutschland und anderswo eine neue Phase von derartigen Aufwertungs- und Verdrängungsprozessen beobachten. Selbige kann dabei einerseits als kriseninduzierte „global urban strategy“ (Neil Smith) gefasst werden, insofern global zirkulierendes Kapital erneut verstärkt den Immobiliensektor als vermeintlich sichere und zugleich profitversprechende Anlagesphäre für sich entdeckt hat und dadurch Gentrifizierungsprozesse antreibt. Um jedoch jeweils den konkreten Verlauf von solchen Prozessen verstehen zu können, sind andererseits lokale politische Machtverhältnisse sowie stadtteilbezogene Spezifika und Pfadabhängigkeiten ebenso essentiell. Der geführte Stadt­teil­spa­zier­gang soll am Bei­spiel des Gal­lus in Frankfurt einen Ein­blick in die ak­tu­el­le Dy­na­mik er­öff­nen. Der Spa­zier­gang will nach­voll­zieh­bar ma­chen, wie der­ar­ti­ge Pro­zes­se kon­kret ver­lau­fen und worin der Ein­fluss staat­li­cher und pri­va­ter Ak­teure be­steht.

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