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Präsidium verheimlichte IvI-Verkauf

Datum der Veröffentlichung:Dienstag 22.5.2012

Wie in einem spontanen Gespräch mit dem Universitätspräsidium am heutigen Tage bekannt wurde, wurde der Verkauf des Instituts für vergleichende Irrelevanz (IvI) über Wochen geheim gehalten. Laut Auskunft des Präsidenten Werner Müller-Esterl ist der Kaufpreis von der Franconofurt AG bereits zum 01. Januar 2012 bei der Universität eingegangen. Erst auf einer Senatssitzung Ende Februar wurde über den Verkauf des Gebäudes informiert.

"Diese neuen Informationen reihen sich ein in eine Kommunikationsstrategie des Präsidiums, die sowohl die Nutzer_innen als auch die Studierendenschaft missachtet" erklärt AStA-Vorsitzender David Malcharczyk. "Dass die Universität auch im Anschluss an die Bekanntmachung immer noch versucht, Kontakte zu den Nutzer_innen eines Hauses zu bekommen, das ihr nicht mehr gehört, um an Namen zu kommen, setzt dem ganzen die Krone auf."

Zusätzlich wurde endlich die Klausel bekannt, die Franconofurt angeblich verpflichtet, den Nutzer_innen Mietverträge anzubieten und Verhandlungen zu führen. Die genaue Formulierung lautet: "Der Käufer ist bereit, mit den derzeitigen Nutzern einen Mietvertrag abzuschließen."

"Diese Formulierung enthält keinerlei rechtliche Bindung," erläutert Öffentlichkeitsreferent Florian Muhs. "Nicht einmal die Verpflichtung, sich intensiv um den Abschluss von Verträgen zu bemühen, ist darin enthalten. Die Universitätsleitung war und ist offensichtlich nicht am Erhalt des Instituts interessiert. Die Veräußerung an ausgerechnet die Franconofurt AG, oben auf den Roten Listen aller Mieterschutzbünde, passt hierzu nur zu gut. "

"Die Universität kommt weiterhin ihrer Verantwortung nicht nach, sich für den Erhalt des Gebäudes und des Instituts einzusetzen," meint Anja Engelhorn, Referentin für Sozialpolitik. "Wer öffentlich günstigen Wohnraum fordert, ist auch in der Pflicht, genau diesen zu erhalten, wenn es in seiner Macht steht."

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