PM: Vollversammlung gegen Unterfinanzierung / Wohnraum- und Bildungsprotestkonferenz

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 8.5.2014
 
Am Mittwoch, dem 07.05.14 fand an der Goethe-Uni die Studentische Vollversammlung gegen Unterfinanzierung statt, an der mehr als 500 Studierende teilnahmen. In vier inhaltlichen Workshops zu prekären Arbeitsverhältnissen an der Uni, Forderungen und Aktionen gegen Unterfinanzierung, Studierendenwerk und Mensa-Aktionen sowie zu Kritischen Wissenschaften haben die Studierenden Forderungen zur Ausfinanzierung von Fachbereichen, Studierendenwerk und der Hochschule insgesamt an Land und Bund formuliert. Bis zur nächsten Studentischen Vollversammlung, die am 19. Mai stattfindet und die Protestwoche gegen Unterfinanzierung in Frankfurt einleitet, wird an den Themen der Workshops weitergearbeitet.
 
„Dass so viele Studierende da waren, zeigt, dass die Forderung nach einer Ausfinanzierung der Hochschullandschaft und des gesamten Bildungssektors breite Unterstützung hat! Der Protest kann beginnen!“ stellt AStA-Vorstand Daniel Katzenmaier fest. „Die Forderungen sind klar: Wir setzen uns für eine andere, eine demokratische und offene Hochschul- und Bildungslandschaft ein, in der kritische Perspektiven und Wissenschaften eine zentrale Rolle spielen. Alle sollen unabhängig von Herkunft und finanzieller Situation freie Bildung genießen können!“, führt Katzenmaier weiter aus.
 
Einladung zur bundesweiten Wohnraum- und Bildungsprotestkonferenz vom 9. bis 11. Mai 2014 in Frankfurt (Main)
 
Am Wochenende (9.-11. Mai 2014) findet im Studierendenhaus des AStA der Goethe-Uni Frankfurt im Zuge des Bildungsstreiks 2014 die bundesweite Wohnraum-und Bildungsprotestkonferenz statt, zu der Studierende, Schüler*innen und Gewerkschaftler*innen erwartet werden. Sie soll an die erfolgreiche Konferenz gegen Hochschulkürzungen und Unterfinanzierung in Halle anschließen, bei der von über 100 Teilnehmenden aus 13 Bundesländern zum Bildungsstreik 2014 aufgerufen wurde.
„Gerade jetzt, da in allen Bundesländern Kürzungen angedroht oder gar bereits umgesetzt werden, sind gemeinsame Proteste und Aktionen von Studierenden, Schüler*innen und Gewerkschaften dringend notwendig! Unterfinanzierung, Entdemokratisierung und schlechte Arbeitsbedingungen im gesamten Bildungsbereich sind dafür Grund genug. Strukturelle Bedingungen wie Schuldenbremse und Kooperationsverbot verschlechtern die Situation und müssen abgeschafft werden. Dafür werden wir kämpfen!“, macht AStA-Vorstand Myrella Dorn deutlich.
 
Die Konferenz beginnt am Freitag mit einer Podiumsdiskussion mit Akteur*innen früherer Bildungsproteste, um Anregungen für kommende Aktionen zu sammeln. Im Anschluss daran findet ein Konzert mit Egotronic statt. Samstags folgen inhaltliche Workshops. In Arbeitsgruppen werden die gemeinsamen Proteste geplant. Am Sonntagmittag werden in einem großen Plenum Ergebnisse der Arbeitsgruppen diskutiert und beschlossen.
„Wir erhoffen uns von der Konferenz ein starkes Signal für einen heißen Sommer der Proteste! Dabei gilt es, solidarisch zu sein und sich gemeinsam gegen die Ökonomisierung und Unterfinanzierung der Bildungslandschaft einzusetzen! Die Bilder von überfüllten Hörsälen und wohnungslosen Studierenden in Notunterkünften müssen der Vergangenheit angehören!“ fordert Ben Seel, Referent für Hochschulpolitik im AStA.
 
Weitere Termine des Bildungsprotests in den nächsten Wochen sind der bundesweite dezentrale Aktionstag am 20. Mai, die Aktionswoche gegen Unterfinanzierung in Frankfurt vom 19.-23. Mai und überregionale Demonstrationen in Leipzig, Wiesbaden, Bremen und Berlin am 25. Juni.
 

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