PM Rückmeldung verpasst? - Widerspruch einlegen!

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 11.3.2009
Die Rückmeldefrist für das kommende Sommersemester wurde dieses Jahr an der Johann Wolfgang Goethe-Universität vorgezogen. Laut geschätzten Angaben führte die Verkürzung der Frist bis Ende Januar und die entsprechende Nachfrist bis Ende Februar zu etwa 1000 außerordentlichen ungewollten Exmatrikulationen.

Der AStA der JWGU kritisiert vor allem den fahrlässigen Umgang mit der Existenz vieler Studierender. Aus Sicht des AStA war nicht ausreichend gewährleistet, dass alle Studierenden rechtzeitig über die vorgezogenen Rückmeldefristen informiert wurden. Mitschuld für das Chaos haben die Umstellung auf nur noch online erhältliche Dokumente, wie Studienbescheinigungen oder Stammdatenblätter, als auch das Ausbleiben eines Mahnschreibens über den überfälligen Semesterbeitrag. "Die Exmatrikulation von bis zu 1000 Studierenden zu riskieren um Portokosten zu sparen, ist nicht nur verantwortungslos, sondern auch unzumutbar.", so AStA-Vorsitzende Nadia Sergan. Es hatte sich herausgestellt, dass eine Reimmatrikulation in vielen Fällen unmöglich ist. Studierenden von Diplom-Studiengängen wäre es nicht mehr möglich in ihren Studiengang zurück zu kehren, da nur noch eine Aufnahme in die entsprechenden Bachelor-Studiengänge möglich wäre. Kompromisslos fordert die AStA-Vorsitzende, "dass die Hochschulleitung alle dadurch entstandenen Exmatrikulationen umgehend revidiert - und zwar bitte schriftlich!". Die Begründungen für das Verpassen der Rückmeldefrist reichen von einer fehlenden schriftlichen Benachrichtigung bis hin zur Abwesenheit bedingt durch abgehaltene Auslandssemester. Eine Begründung des Versäumnisses ist unumgänglich. Jedoch gesteht das Präsidium ein, dass eine Begründung auch anerkannt werden muss. Studierende, welche einen Exmatrikulationsbescheid erhalten haben, sollten nun so schnell wie möglich begründet Widerspruch gegen diesen einlegen. " Wir können die Universität nur eindringlich auffordern sich bei diesen Widersprüchen sehr kulant zu zeigen. Der Fehler ist nicht auf Seiten der Studierenden zu suchen, sondern in den Versäumnissen der Universität", sagt Jonas Erkel, AStA-Vorsitzender, abschließend.

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