PM: Linke AStA-Koalition setzt Arbeit fort

Datum der Veröffentlichung:Montag 5.5.2014

Die linke AStA-Koalition wurde in der letzten Sitzung des Studierendenparlaments wiedergewählt. Der bereits amtierende Daniel Katzenmaier (Grüne Hochschulgruppe), sowie die 24-jährige Lehramtsstudentin Myrella Dorn (Juso-Hochschulgruppe) wurden am Mittwoch, dem 30.04.2014 in den AStA-Vorstand gewählt. Getragen wird die Koalition wie zuvor von der Bündnis 90/Die Grünen Hochschulgruppe (Grüne Hochschulgruppe), der Juso-Hochschulgruppe, der Demokratischen Linken Liste (DL), der Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule (FDH) und dem Wahlbündnis Linke Liste (LiLi). Bei den Uni-Wahlen im Januar erreichten sie eine stabile Mehrheit und vereinen gemeinsam 14 von 25 Sitzen des Studierendenparlaments auf sich.

„Als feministische Koalition werden wir dafür kämpfen, dass Frauen sowohl bei den Professuren, als auch im Uni-Präsidium entsprechend repräsentiert sind. Gleichzeitig werden wir auch innerhalb des AStA darauf hinarbeiten, die strukturelle Benachteiligung von Frauen zu überwinden. Nur ein AStA mit starken Frauen ist ein starker AStA.“, so Myrella Dorn bei ihrer Vorstellung. „Um einen stärkeren Fokus auf die Verbesserung der Situation von Studierenden mit Kind zu setzen, werden wir ein Elternreferat einführen. Auch Wohnraum wird dieses Jahr wieder zentrales Thema sein: Das Studenten[sic!]werk kann die Grundversorgung der Studierenden nicht mehr sicherstellen.“, führt sie aus. Die Abdeckungsquote bei Wohnheimsplätzen liegt mit 3% in Frankfurt deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 11%. Dazu Myrella Dorn: „Wir fordern die Landesregierung auf, die chronische Unterfinanzierung der Hochschulen und des Studenten[sic!]werks endlich zu beenden!“

Daniel Katzenmaier ergänzt anlässlich der Weiterführung der AStA-Koalition: „Weitere zentrale Themen werden mit dem immer weiter voranschreitenden Abbau kritischer Wissenschaften und der Geschichte der Universität im Nationalsozialismus, die im Vorfeld des 100-jährigen Jubiläums der Studierendenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main Körperschaft Öffentlichen Rechts seit 1920 Uni immer mehr in den Hintergrund gerückt wird, gesetzt.“ Er führt weiter aus: „Unsere Bemühungen zum Erhalt und Ausbau studentischer Freiräume, wie dem geräumten Institut für vergleichende Irrelevanz (IvI), sowie die Auseinandersetzung mit reaktionären Burschenschaften und Verbindungen zielen auf eine andere Universität ab.“

Die erste Aktion des AStA findet am Dienstag, dem 06. Mai, statt. Mit dem GegenMensa- Aktionstag wird gegen die enormen Preiserhöhungen in den Mensen und Cafeterien der Goethe-Uni protestiert. Um der Forderung nach der Zurücknahme der Preiserhöhung Ausdruck zu verleihen, lädt der AStA ab 14:00 auf dem I.G.-Farben Campus zum gemeinsamen Grillen. Am folgenden Tag lädt der AStA alle Studierenden zur Studentischen Vollversammlung (VV) für eine demokratische, ausfinanzierte und soziale Universität ein. Im Rahmen der bundesweiten Proteste gegen die Zustände an den Hochschulen werden in Workshops gemeinsam Probleme diskutiert und Gegenaktionen geplant. Die VV findet am Mittwoch, dem 07. Mai um 14:00 vor dem Hörsaalzentrum am I.G.-Farben Campus statt.
 

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