Neuer Reader zur Verbindungskritik "Autoritär Elitär Reaktionär"

Datum der Veröffentlichung:Freitag 21.12.2012

Der neue Reader zu Verbindungskritik "Autoritär Elitär Reaktionär" beinhaltet die Artikel:

 

  • Einleitung
  • Überblick Burschenschaften & Studentenverbindungen. Eine Handreichung zu Struktur, Inhalten, Geschichte und Hintergründen
  • Aus Vergangenem nichts gelernt: Anfänge der Burschenschaften bis 1918
  • Studentische Verbindungen und Nationalsozialismus
  • "Der Kampf um Südtirol"
  • Geschichtsrevisionismus in der Deutschen Burschenschaft
  • Vom "Ariernachweis" zur "Reichskristallnacht": Aktuelle Debatten in der Deutschen Burschenschaft
  • Feministische Kritik an der Deutschen Burschenschaft
  • Homophobie und Männerbünde: Männer eng verbunden? Burschis kuscheln nicht!
  • Elite sein - Ziel korporationsstudentischer Erziehung
  • Die autoritäre Realität deutscher Männerbünde

 

Der Reader wird zu Beginn des neuen Jahres im AStA und Cafè KOZ erhältlich sein. Digital einsehbar ist er unter: http://issuu.com/paper.riot/docs/verbindungskritik

 

Leseprobe aus dem Reader:

Liebe Studierende und Interessierte,

ihr haltet den neuen Reader des AStAs der Uni Frankfurt (Main) zur Kritik an studentischen Verbindungen, „Autoritär, Elitär, Reaktionär“, in euren Händen. Zwar hat sich seit dem Erscheinen des letzten Readers - „Unpolitisch bis zum Endsieg – studentische Verbindungen als Ausdruck deutscher Normalität“ - vor fünf Jahren an der dort bereits geäußerten Kritik an studentischen Verbindungen nichts Grundlegendes geändert. Dennoch war es unserem Erachten nach längst überfällig wieder einmal ein Bewusstsein für die Kritik an studentischen Verbindungen zu schaffen und dabei vor allem nicht nur bereits Gesagtes zu wiederholen, sondern die zu formulierende Kritik dabei sowohl den aktuellen gesellschaftlichen Verhältnissen gemäß anzupassen als auch zu erweitern. Daher haben wir den Reader so konzipiert, dass Leuten, die sich bisher noch nicht (so sehr) mit der Kritik an studentischen Verbindungen auseinandergesetzt haben, ein einfacher und übersichtlichter Einstieg ins Thema gegeben werden sollte, anderen, die sich bereits mehr mit dem Thema beschäftigt haben, jedoch auch noch auf den einen oder anderen neuen Artikel zum Thema stoßen dürften.

Daher beginnt der Reader mit einem kurzen Überblick über Burschenschaften im Allgemeinen und – da Burschis mitunter ihren ganz eigenen Schnack haben, dem wir im weiteren Verlauf des Readers auch noch oft genug begegnen werden – einem dem Thema entsprechendem Glossar, in welchem die wichtigsten Begriffe aus der Burschi-Welt kurz und knapp erläutert werden. Die recht eigensinnige Auffassung der Geschichte, die Burschenschaften pflegen, (zum Beispiel die ihrer eigenen Organisation) und diese in geschichtsverklärender Weise auch gerne hinausposaunen, folgen daraufhin einige Texte zur Geschichte studentischer Verbindungen sowie deren unverblümten Geschichtsrevisionismus. Eine Zusammenfassung der neuesten Entwicklungen innerhalb des Dachverbandes der „Deutschen Burschenschaft“ kriegt ihr anschließend zu lesen.

Dem strukturell frauenfeindlichen Weltbild der Burschenschaften wird mit einer feministischen Kritik an Männerbünden entgegnet sowie dem Mysterium auf den Grund gegangen, warum Burschen, obwohl sie doch 24/7 in ihrem Verbindungshaus aufeinander hängen, sich dennoch nicht zum gemeinsamen Kuscheln durchringen können. Nach einem kurzen Überblick über die Ziele korporierter Erziehung folgt abschließend ein Artikel über die sozialpsychologischen Implikationen und Folgen der burschenschaftlichen Sozialisation. Genug der einleitenden Worte, wir möchten all jenen danken, die uns beim Zusammenstellen dieses Readers geholfen haben und vor allem denjenigen, die eigens hierfür Texte verfassten und uns zur Verfügung stellten. Und nun wünschen wir eine interessante Lektüre! 

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