Neuer Hochschulpakt bringt weitere Einschnitte für die Universitäten

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 22.6.2005

Der AStA der Universität Frankfurt kritisiert das von Minister Corts vorgelegte Hochschulfi-nanzierungsmodell scharf. Es sieht vor, das Budget der Hochschulen an die Steuerein-nahmen zu koppeln. Bis 2010 wird der Etat der Universitäten und FHs bestenfalls um sechs Prozent erhöht, im schlechtesten Fall drohen Kürzungen um insgesamt 7,3 Prozent. Zudem müssen die Hochschulen die Kosten zukünftiger Tarifsteigerungen zu 50 Prozent selbst tragen. Berechnet man neben jährlichen Tariferhöhungen außerdem noch eine Inflationsra-te mit ein, so drohen den Hochschulen selbst im besten Fall reale Einbußen von sieben Prozent, im schlechtesten Fall liegen die Einbußen bei annährend 20 Prozent!

AStA-Vorsitzender Abel Schumann bezeichnet die vorgelegten als Pläne als vollkommen indiskutabel: "Jeder, der die Situation an den Universitäten kennt, weiß, dass schon mit der jetzigen Finanzausstattung langfristig kein vernünftiger Lehr- und Forschungsbetrieb auf-rechtzuerhalten ist. Weitere Kürzungen können zum kompletten Zusammenbruch des deut-schen Systems der Hochschulbildung führen."

Schumann kritisiert weiterhin die Äußerungen von Wissenschaftsminister Udo Corts als platte Phrasendrescherei: "Zu behaupten, das Land stelle sich seiner Verantwortung ge-genüber den Hochschulen, sie aber auf 50 Prozent der Kosten zukünftiger Tariferhöhungen sitzen zu lassen, ist zynisch!"

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