Mehr Fahrradwege statt autofreundliche Innenstadt!

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 27.7.2005

Der AStA der Johann Wolfgang Goethe-Universität kritisiert die Forderung der IHK, Frankfurt für Autofahrer attraktiver zu machen. Stattdessen arbeitet das AStA-Verkehrsreferat darauf hin, durch beschilderte Radwege die verschiedenen Uni-Campi der Stadt miteinan-der zu verbinden.

Hierzu wird ein Konzept erstellt, das den zuständigen Stellen der Stadt in nächster Zeit vorgestellt wird. Jens-Alexander von Bargen, Verkehrsreferent im AStA der Goethe-Universität, zu diesem Thema: "Es fehlen beschilderte Wege zu verschiedenen Zielen im Innenstadtbereich. Außerdem bestehen große Lücken im Radwegenetz, vor allem im Be-reich von großen Kreuzungen. Das wollen wir wenigstens auf den Strecken zwischen den Campi ändern!"

Frankfurt ist aufgrund seiner kompakten Fläche und der geringen Höhenunterschiede die ideale Stadt für Fahrradfahrer. Weder der Zustand der bestehenden Radwege noch die Dichte des Radwegenetzes trägt diesem Umstand Rechnung. Da insbesondere zum Cam-pus Riedberg auch die Verkehrsanbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln katastrophal ist, muss Studierenden eine andere Möglichkeit gegeben schnell zwischen den Campi pendeln zu können. Von Bargen hierzu: "In ganz Europa überlegen die Stadtverordneten, wie sie den Automobilverkehr in den Innenstädten begrenzen können. Einzig Frankfurt scheint den umgekehrten Weg gehen zu wollen."

Frankfurts schlechte Radwegesituation fällt auch Studierenden aus anderen Deutschen Großstädten auf. Patricia Deuser, Studentin aus Leipzig und zu Besuch in Frankfurt: "Wo sind denn Eure Fahrradwege? Es ist immer nur hier und da ein zusammenhangloses Stückchen markierten Weges zu finden, ansonsten ist man dem oft mehrspurigen Autover-kehr vollkommen ausgeliefert. In Leipzig fahre ich jede Strecke mit dem Rad, hier fühle ich mich unsicher."

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