Linke AStA-Koalition nimmt Arbeit auf

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 1.5.2013

Nach konstruktiven Verhandlungen stellte sich am gestrigen Montag, dem 29.4.2013, ein neuer AStA zur Wahl. Getragen wird er von der Bündnis 90/Die Grünen Hochschulgruppe, der JusoHochschulgruppe, der Demokratischen Linken Liste (DL), der Fachschafteninitiative Demokratische Hochschule (FDH) und dem Wahlbündnis Linke Liste (LiLi). Gemeinsam vereinen sie 16 aus 25 Sitzen des Studierendenparlaments auf sich. Mit deutlichen Mehrheiten wurden der bereits amtierende David Malcharczyk (FDH) sowie der 24-jährige Student der Rechtswissenschaft Giorgio Nasseh (Jusos) in den AStA-Vorstand gewählt. Zudem werden derzeit Satzungsberatungen geführt; die baldige Nachwahl von einem Finanz-Vorstand sowie drei Beisitzerinnen ist geplant. Vorgesehen ist dies als kostenneutrale Stärkung des AStA durch einen erweiterten, vom Studierendenparlament legitimierten Vorstand. Dadurch sollen auch Kompetenzen verteilt und Aufgaben besser koordiniert werden können. Angesichts der neuen Studienordnungen und limitierter Kapazitäten für ehrenamtliches Engagement soll so eine gut arbeitsfähige Verfasste Studierendenschaft erhalten bleiben. „Wir sehen alle die großen Herausforderungen, vor denen wir an der Universität Frankfurt am Main, in der Stadt und im gesamten Bildungswesen stehen“, erklärt AStA-Vorsitzender David Malcharczyk. „Gemeinsam wollen wir den Diskurs über Lösungsansätze führen und für eine emanzipatorische Hochschule und Gesellschaft streiten.“ 

„Hierfür sind durchsichtige Ablenkungsmanöver des Universitätspräsidiums und auch anderer Akteure hinderlich“ gibt David Malcharczyk zu bedenken. Giorgio Nasseh erläutert: „Statt sich hausgemachten Problemen zu stellen wird der Fokus auf Symptome und deren Bekämpfung gelenkt, somit aber der Relevanz und der Komplexität vieler Fragestellungen nicht gerecht.“ 

„Es ist sich über die Zukunft der Hochschule intensiv auseinanderzusetzen und auch in Bündnissen an den Verhältnissen zu rütteln, die einem selbstbestimmten Leben und Lernen im Wege steht“, regt der bisherige AStA-Vorsitzende Daniel Katzenmaier an. „Bei den Auseinandersetzungen sind Konflikte auszutragen. Doch muss ein solidarischer Weg Ziel sein.“ 

„Diese Koalition ist mehr als ein Zusammenschluss linker Kräfte, es ist ein sozial-ökologisches Projekt“, erklärt Giorgio Nasseh als Absicht. „Mit der Mehrheit von fast zweidrittel Stimmen werden wir pragmatische Verbesserung vornehmen und progressive Vorstöße unternehmen.“ Der Koalitionsvertrag wird in der nächsten Woche veröffentlicht werden. In diesem werden unter anderem Aspekte wie Wohnen und Freiräume, Hochschul- und Studienfinanzierung, Studienbedingungen und kritische Wissenschaften behandelt.

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