Keine Überraschung: Prof. Müller-Esterl neuer Präsident

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 30.10.2008

Am heutigen Mittwoch hat der erweiterte Senat der Johann Wolfgang Goethe-Universität den bisherigen Vizepräsidenten zum Nachfolger Rudolf Steinbergs gewählt. Als freie Wahl kann man den Vorgang aber nur schwerlich bezeichnen, stand der Biochemiker doch nach Meinung des AStA von vornherein als neue Hochschulführung fest.

Professor Müller-Esterl wurde in der Sitzung des Hochschulrates vom 16.10.08 als einziger Kandidat für das Amt des Präsidenten vorgeschlagen. Dies war nur Ausdruck der Farce um die Nachfolge von Rudolf Steinberg, bei der andere Bewerber von Anfang an keine Chance hatten. Für den AStA der Johann Wolfgang Goethe-Universität ist klar, dass es nur darum ging den Weg des bisherigen Präsidenten weiterzuführen. Kein Nachfolger im Präsidentenamt war gesucht, sondern ein Nachfolger Rudolf Steinbergs.

Die AStA-Vorsitzende Nadia Sergan kommentiert: "Das Ergebnis der Wahl überrascht uns nicht. Nach der Entscheidung des Hochschulrats war wohl kaum zu erwarten, dass der einzige vorgeschlagene Kandidat abgewatscht werden würde. Wir hoffen, dass Herr Prof. Dr. Müller-Esterl seine Verantwortung speziell der Studierendenschaft gegenüber ernst nimmt und seine Versprechungen einhält. Immerhin gab es zehn Gegenstimmen, was die Position des Kandidaten etwas ins Wanken bringt."

Nun liegt es am neuen Präsidenten zu beweisen, dass ihm die Interessen der Studierenden wichtig sind und er sie vertreten will. "Die Amtszeit von Prof. Dr. Müller-Esterl beginnt mit dem heutigen Tage, nicht erst mit dem 1. Januar. Er hat uns versprochen mit dem AStA einen kritischen, konstruktiven Dialog zu führen. Wir sind gespannt, ob er sein Versprechen halten wird", sagt der AStA-Vorsitzende Jonas Erkel abschließend.

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