Kampfabstimmungen bei den Profs?

Datum der Veröffentlichung:Montag 16.4.2018

Am Freitag den 13.04. hat die „Senatskommission Grundordnung“ grünes Licht für eine Umstrittene Änderung der Gremienordnung gegeben, welche die Geschäftsgrundlage aller Gremien an der Uni festlegt. Sie erlaubt es auch nicht gewählten Professor*innen kurzfristig zu Sitzungen des Fachbereichsrats zu erscheinen und an Abstimmungen über Berufungen teilzunehmen.

„Diese Änderung ist haarsträubend“, sagt AStA-Referent Matthias Huffer. „Alle Professor*innen können so zu den Sitzungen kommen und bei Berufungen ihre favorisierten Kandidat*innen durchboxen. Die gewählten Mitglieder werden damit umgangen. Es handelt sich quasi um einen Aufruf zur Kampfabstimmung in der professoralen Gruppe.“

Frustriert ist der AStA auch über die Einschränkung von Minderheitsrechten in der Grundordnung: „Studierenden und Mitarbeitenden wird das Recht entzogen, Sondersitzungen von Fachbereichsratssitzungen einzuberufen“, so AStA-Referentin Nathalie Emmer. Dies sei ein starker Einschnitt für die Interessen aller nicht-professoralen Uni-Mitglieder, die in den universitären Gremien eine Minderheit darstellen. Der AStA will die rechtlichen Möglichkeiten prüfen, um gegen diese undemokratischen Änderungen vorzugehen.

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