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Hochschulpakt unterschrieben!

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 31.8.2005

Der AStA der Universität Frankfurt kritisiert den heute unterzeichneten Hochschulpakt. Statt Planungssicherheit zu gewährleisten, werden den Hochschulen in den nächsten Jahren gravierende finanzielle Einschnitte zugemutet. Unter Berücksichtigung der Inflationsrate und den von den Universitäten selbst zu tragenden Personalkostensteigerungen drohen bis 2010 reale Einbußen von bis zu 20 Prozent. Selbst wenn die nominalen Mittel der Hochschulen um den maximalen Satz von 1,5 Prozent pro Jahr stiegen, bedeutete dies unter den oben genannten Annahmen reale Einbußen von sechs Prozent.

Neben den finanziellen Zusicherungen werden im Hochschulpakt die von den Universitäten zu erbringenden Gegenleistungen festgeschrieben. Damit wälzt die Landesregierung die Verantwor-tung für die zukünftige Entwicklung auf die Hochschulen ab, ohne im Gegenzug die nötigen Mittel bereit zu stellen. "Das Land wünscht eine Verkürzung der Studiendauer. Bei steigender Arbeitsbe-lastung für Studierende, steigenden Lebenshaltungskosten und angedachten allgemeinen Studien-gebühren ist dies illusorisch, so lange nur der finanzielle Notstand an den Unis fortgeschrieben wird", so Peter Jung, Referent für Hochschulpolitik.

AStA-Vorsitzender Abel Schumann zweifelt die Verbindlichkeit des Pakts an: "Es wäre nicht das erste Mal, dass ein hessischer Hochschulpakt von der CDU gebrochen wird. Die letzten Jahre zei-gen, dass selbst diese Minimallösung eine kurze Lebenserwartung hat, wenn es wieder darum geht Einsparungen vorzunehmen", so Schumann. Im Jahr 2003 wurden die im letzten Hochschulpakt getroffenen Vereinbarungen von der gleichen Landesregierung gebrochen.

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