Hessen ist bei der Hochschulfinanzierung Schlusslicht

Datum der Veröffentlichung:Sonntag 10.12.2006

Nach der neuesten Studie „Humankapital, Bildung und Ausbildung in Deutschland“ des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung in Essen (RWI Essen) belegte Hessen bei einem bundesweiten Vergleich den letzten Platz bei den Ausgaben im Hochschulbereich. Rund 5600 Euro pro Jahr und Studi investierte das Land 2003 in das Hochschulwesen, so wenig wie sonst kein anderes Bundesland.

Der AStA-Vorsitzende Amin Benaissa erklärte hierzu: „Diese Daten sind ein Armutszeugnis für die Regierung Koch! Die CDU muss endlich ihre wahren Absichten zugeben: Die Partei sieht die Hochschulfinanzierung nicht mehr als öffentliche Aufgabe. Mit der Abwälzung der Bildungskosten auf die jungen Menschen und deren Eltern, sowie der Absicht einen „Bildungsmarkt“ zu schaffen und alles den Wettbewerb regeln zu lassen, stiehlt sie sich aus ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Die Hochschulen benötigen vom Staat eine bedarfsgerechte Finanzierung. Das bedeutet eine Verdoppelung der öffentlichen Finanzmittel für die Hochschulen, die seit 20 Jahren chronisch unterfinanziert sind.“

Für die Studie wurden die öffentlichen Mittel der Hochschulfinanzierung herangezogen. Die Pressemitteilung zur Veröffentlichung trägt bezeichnenderweise den Titel: „Bildung ist nicht allen Bundesländern gleich viel wert“ Wo Hessen steht, kann man nicht nur in der Studie erkennen, ein Blick auf Hessens Hochschulen reicht.

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