Großdemonstration gegen Studiengebühren in Frankfurt am 2. Juni 2005

Datum der Veröffentlichung:Dienstag 31.5.2005

Am Donnerstag, den 2. Juni 2005, findet in Frankfurt eine Großdemonstration gegen Studiengebühren und Bildungsabbau statt. Hierzu rufen die hessischen ASten und viele Studierendenvertretungen aus angrenzenden Bundesländern, die Landesschülervertretung sowie der DGB und die GEW auf. Die Organisatoren rechnen mit 5000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Demonstration beginnt um 13.30 Uhr an der Bockenheimer Warte und schließt um 16.30 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Römerberg ab. Dort werden unter anderem ein Vertreter der Landesastenkonferenz sowie der Vorsitzende des DGB-Hessens, Stefan Körzell reden, außerdem spielen zwei Bands.

Durch die Kundgebung soll ein Signal gegen soziale Selektion im Bildungswesen und immer neue Kürzungen an Schulen und Hochschulen gesetzt werden. Bildungseinrichtungen in ganz Deutschland leiden an einer katastrophalen Unterfinanzierung, die zu schlechten Lehrbedingungen an Schulen und hohen Studienabbrecherquoten führt. Statt etwas dagegen zu tun plant beispielsweise die hessische Landesregierung den Hochschulen 2,5 Prozent ihrer Mittel zu streichen.

Studiengebühren werden dieses Problem keinesfalls lösen, sondern nur neue Missstände schaffen. Sie benachteiligen insbesondere kinderreiche Familien Frauen, die immer noch ein geringeres Lebenseinkommen als Männer erreichen. Außerdem werden Studiengänge, die im allgemeinen geringere Löhne versprechen, noch unattraktiver. Insbesondere geisteswissenschaftlichen Fächern droht so ein langsames Aussterben.

Der AStA der Uni Frankfurt fordert aus diesen Gründen alle Studierenden auf an der Demonstration teilzunehmen und ein deutliches Zeichen gegen eine verfehlte Bildungspolitik zu setzen.

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